Preuss gilt als profunder Kenner des Unternehmens
Eurex holt Gründer als Vorstandschef zurück

Die weltgrößte Terminbörse Eurex holt einen ihrer Gründer zurück. Der 50-jährige Andreas Preuss werde Chef der Eurex und Vorstandsmitglied des Mutterkonzerns Deutsche Börse, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen.

FRANKFURT. Preuss, der bereits von 1990 bis 2000 der Führung der Derivatebörse angehört hatte, werde in wenigen Wochen sein Amt antreten. Es fehle lediglich noch die Zustimmung des Aufsichtsrates, der am Donnerstag dieser Woche tagt. „Das ist eine gute Wahl, Preuss kann Menschen führen und kennt das Geschäft“, hieß es in Aufsichtsratskreisen. Es werde mit breiter Zustimmung gerechnet. Ein Sprecher der Deutschen Börse, die die Eurex gemeinsam mit der Schweizer Börse (SWX) betreibt, äußerte sich nicht. Preuss, der als Vorstand des Derivatebrokers Mako in London arbeitet, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Eurex-Gründer folgt Rudolf Ferscha nach, der im Dezember unter anderem wegen Unstimmigkeiten über die Zukunft der US-Tochter der Eurex gehen musste. Preuss gilt als profunder Kenner des Unternehmens. Er hat die Eurex gemeinsam mit dem damaligen Vorstandsmitglied Jörg Franke zu dem gemacht, was sie heute ist. So sorgten die beiden für den Aufbau des elektronischen Handelssystems des Eurex-Vorgängers Deutsche Terminbörse (DTB). Beide schieden später wegen Uneinigkeit mit Werner Seifert aus, der damals die Deutsche Börse führte. Dessen Entlassung im vergangenen Jahr, die von Hedge-Fonds durchgesetzt wurde, ebnete den Weg für die Rückkehr von Andreas Preuss.

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