Product Information Management (PIM)
Trotz der Chancen gibt es kein zentrales Management

Individuelle Anfragen nach Sortimenten für unterschiedliche Märkte und in verschiedenen Sprachen im direkten und indirekten Vertrieb - das ist die Herausforderung, die ein Product Information Management (PIM) meistert. Dennoch haben sich erst 20 Prozent von 190 befragten Schweizer Unternehmen dafür entschieden. Das zeigt eine Studie von Dr. Pascal Sieber & Partners und Lucas-Nülle Consulting & Partner.

Die Studie vergleicht Unternehmen ohne PIM-Lösung mit Firmen, die ihre Produktdaten bereits zentral verwalten und belegt ein enormes Einsparpotenzial: Wie die Ergebnisse zeigen, veranschlagen Industrieunternehmen für die Produktdatenpflege pro Artikel jährlich durchschnittlich 176 Minuten. Wer mit einem PIM-System arbeite, so die Berater, könne den Aufwand um den Faktor 7 auf 25 Minuten reduzieren. Ähnlich große Einspareffekte sehen sie bei der Katalogerstellung: Durchschnittlich müsse ein Unternehmen 312 CHF für eine Katalogseite aufwenden. Mit dem Einsatz einer PIM-Lösung beliefen sich die Kosten auf rund 100 CHF pro Seite.

Das decke ein weiteres Feld für Marktchancen auf: Denn obwohl rund 63 Prozent der Unternehmen international tätig sind, produziere der überwiegende Teil ihre Kataloge nicht in der jeweiligen Landessprache. Mit einer PIM-Lösung, die die Erstellungskosten für weitere Kataloge verringere, könnte sich ein Unternehmen mit lokal angepasstem Material Wettbewerbsvorteile sichern. Die Marktbefragung zeigte zudem die größten Hemmschuhe für die Einführung einer PIM-Lösung: Unternehmen beschäftigen sich an unterschiedlichen Stellen mit Produktinformationen. Die Folge: Das Wissen über zentrales Product Information Management und seine Vorteile verteilt sich auf Marketing, Vertrieb und Kunden-Service. In kaum einem Unternehmen gibt es einen zentralen Verantwortlichen für die Einführung einer Lösung.

pascal-sieber.ch

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