Profil: Aufstieg eines Hot-Dog-Helden

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Aufstieg eines Hot-Dog-Helden

Er hat eine Menge Firmen gegründet und wieder verkauft – und er hat Krisen gemeistert. Jetzt hat es Mark Dixon geschafft: Mit Regus leitet er den Marktführer in Sachen Büroservice.

LONDON. Schon mit 16 weiß er, was er werden will: Unternehmer. Er schmeißt die Schule und macht sich mit einem Sandwich-Lieferdienst selbstständig. Der Vater, ein Ingenieur, schäumt. Doch er kann den Sohn nicht zurückhalten.

Prompt geht die Sache schief. „Die Kunden waren zufriedener als die Bank“, beschreibt Mark Dixon heute seine Urerfahrung als Unternehmer. Aber der Fehlschlag treibt den Mann aus dem südenglischen Essex keineswegs reumütig auf die Schulbank zurück. Lieber reist er zwei Jahre in der Welt herum, jobbt und lernt nebenbei Französisch – und gründet wieder ein neues Unternehmen.

„Firmen aufbauen und verkaufen“, beschreibt der Engländer mit den rotblonden Haaren heute seinen beruflichen Werdegang. Inzwischen hat er es zum Chef und Inhaber des Regus-Konzerns gebracht, der weltweit Büros mit Sekretariatsservice anbietet. Mit 950 Bürozentren in 400 Städten und geschätzter rund eine Milliarde Euro Umsatz ist er der führende Anbieter auf dem Markt.

Eine typische englische Unternehmerkarriere

Mark Dixons Karriere ist typisch für englische Unternehmer. Wo der klassische deutsche Mittelständler ein Unternehmen für Generationen aufbauen will, ist der englische Gründer Opportunist: Marktlücke erkennen, Firma gründen, aufbauen, wieder verkaufen und so weiter – pragmatisch und unsentimental.

Wie Dixon. Seinen zweiten Anlauf unternimmt er wieder in der Lebensmittelbranche. „Das ist eine gute Branche für den Start, da braucht man wenig Kapital“, sagt er. Firma auf Firma folgt. Mit seiner sechsten spielt er dann die erste Million ein. Er ist noch keine dreißig, als er die Bäckerei für Hamburger-Brötchen in England verkauft und nach Brüssel zieht.

Dort erwirbt er Appartements, renoviert sie und bietet sie vor allem Sekretärinnen aus dem EU-Apparat an. Bald sucht er für sich ein kleines Büro – und hat ein Aha-Erlebnis. „Das kann man viel besser machen“, stellt er fest, als er sich Zimmer in Bürozentren ansieht, in denen Technik und Rezeption zentral für alle Mieter zur Verfügung stehen.

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