Profil: Mitten in der Buckelpiste

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Mitten in der Buckelpiste

Extremsportler Jean-Luc Diard muss die Adidas-Tochter Salomon in Fahrt bringen.

ANNECY. Jede Schneeflocke macht Jean-Luc Diard das Leben ein bisschen leichter. Der Franzose ist Chef der Adidas-Tochter Salomon, eines der weltweit größten Skiproduzenten. Nur wenn Schnee liegt, kaufen sich die Menschen neue Ski. In diesem Winter hat Diard Glück: Es liegt Schnee in den Alpen, viel Schnee sogar. Deshalb sind dies gute Tage für den Sportmanager.

„Es macht Spaß, Salomon zu führen“, sagt Diard mit entwaffnender Offenheit, und sein Lachen sorgt für tiefe Falten in dem braun gebrannten Gesicht. Keine Frage: Der 45-Jährige hat den Job seines Lebens gefunden. Als Chef der Outdoor-Sparte von Adidas lebt der bergsportbegeisterte Manager in einer perfekten Symbiose zwischen Beruf und Berufung.

Dabei ist sein Job hart wie eine vereiste Buckelpiste. Seit zwei Jahren stagniert das Salomon-Geschäft bei etwa 700 Mill. Euro Umsatz jährlich. Dass es der Konkurrenz nicht besser geht, ist da nur ein schwacher Trost. Schneearme Winter machten zuletzt allen Skiproduzenten das Leben schwer, einige Wettbewerber gingen sogar Pleite.

Dazu kommt der große Druck der Analysten. Manche Banker halten es noch immer für einen Fehler, dass Adidas im Herbst 1997 den französischen Outdoor-Anbieter Salomon für 2,4 Mrd. Mark übernommen hat. Die Franken mussten sich damals hoch verschulden. Zudem formierte sich nach dem Kauf schnell interner Widerstand. Das Salomon-Management wehrte sich mit Zähnen und Klauen gegen die neuen Herren aus Deutschland und gegen die erforderliche Integration.

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