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Was Konfuzius sagt

Europas Manager haben keine Chance, in Asien Kontakte aufzubauen? Degussa-Chef Felcht beweist das Gegenteil.

Freunde, die aus der Ferne kommen, sind eine große Freude, sagt Konfuzius. Utz-Hellmuth Felcht hat sich das nicht zweimal sagen lassen. Der Vorstandschef der Degussa hat seinen Spezialchemiekonzern in kürzester Zeit im Reich der Mitte etabliert und will so teilhaben am China-Boom.

Felchts persönliche Geschichte in Asien reicht schon 25 Jahre zurück. Auf zahlreichen Reisen hat er sich ein Beziehungsnetz aufgebaut und Freundschaften geschlossen. Das bringt ihn mit Degussa jetzt in Asien auf die Überholspur.

„Früher als viele von uns hat Felcht ein Gespür für die Bedeutung der Region und die Besonderheit der Menschen dort entwickelt“, erinnert sich ein Weggefährte aus gemeinsamen Zeiten bei Hoechst. Doch erst als Degussa-Vorstandschef erntet Felcht die Früchte der jahrelangen Beziehungspflege auf der anderen Seite des Erdballs.

Angefangen hat alles mit einer Konferenz im japanischen Tsukuba, zu der Felcht entsandt wurde, damals noch als Forschungsleiter eines Hoechst-Produktbereichs. Wenig später reiste er für Celanese zur Kontaktpflege nach Japan. Dort lernte er den Mitsui-Manager Hikoichi Konishi kennen, der damals Chef eines Joint Ventures der Mitsui-Tochter Daicel mit Celanese war.

Konfuzius sagt: Von höheren Dingen kann man nur mit Menschen reden, die ein gewisses Niveau haben. Felcht und Konishi widersprechen nicht. Beide tauschen sich bei langen Abendessen über Land, Leute, Sitten und Gebräuche aus. Konishi speist gern französisch. Man zahlt abwechselnd, erinnert sich Felcht, „und ich hatte immer Mühe, die astronomisch hohen Rechnungen in der Zentrale zu rechtfertigen.“

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