Profil: Wolfgang Ziebart
Autofachmann soll Infineon auf Profit trimmen

Kaum einer wird daran zweifeln, dass Wolfgang Ziebart ein ausgewiesener Automobilfachmann ist. Nun stellt sich der 54-jährige jedoch komplett neuen Aufgaben.

HB HAMBURG/MÜNCHEN. Ob der bisherige Vizechef des Zulieferers Continental mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung auch als neuer Chef beim Chipkonzern Infineon auf der Erfolgsspur bleiben kann, muss sich somit erst noch zeigen. Denn in der Halbleiterindustrie gelten eigene Gesetze: In kaum einer anderen Branche vollzieht sich der Technologiewandel so rasend schnell, liegen Auf- und Abschwung so nah bei einander. Bei Infineon kommen noch der vor sich hindümpelnde Aktienkurs und die im Vergleich zu führenden Konkurrenten unterdurchschnittliche Profitabilität hinzu.

Auch wenn Ziebart über keinerlei Erfahrung in der Chipindustrie verfügt, dürfte dem 54-Jährigen bei der neuen Aufgabe in München seine ausgeprägte Fähigkeit zum Zuhören zu Gute kommen. „Er versteht es, Interessen des Unternehmens mit denen der Mitarbeiter zu verbinden“, sagt einer aus der Automobilbranche, der ihn kennt.

Der frühere BMW-Manager gilt als exzellenter Manager und erstklassiger Integrator. Diese Eigenschaften haben es ihm erleichtert, die verschiedenen, über Jahre bei Conti zugekauften Bereiche von der Bremselektronik über elektronische Stabilitätssysteme (ESP) bis hin zu Luftfedersystemen in der neuen Sparte Automotive Systems zusammenzuführen - ohne „Knirschen im Gebälk“, wie es heißt. Dennoch kann Ziebart, wenn es nötig ist, durchaus auch auf den Tisch hauen: „Er ist kein Weichspül-Manager.“

Während Infineon in den letzten drei Jahren gut 2,5 Mrd. € Verlust einfuhr, kann Ziebart in seinem Bereich deutliche Erfolge aufweisen. Zum Gewinnanstieg von Continental im ersten Quartal 2004 lieferte die von ihm geführte Automotive-Sparte den größten Beitrag und gilt im Konzern als der profitabelste Bereich.

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