Prognose angehoben
Fiat-Chef zieht sich aus Auto-Geschäft zurück

Der italienische Industriekonzern Fiat hat für seine Autosparte die Prognose angehoben und erwartet auch in den kommenden Jahren deutliche Steigerungen. Gleichzeitig kündigte Fiat-Chef Marchionne aus dem Autogeschäft an.

HB TURIN. 2006 werde der operative Gewinn der Sparte ohne Einmaleffekte bei 275 Mill. Euro liegen, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Donnerstag. Bislang ging das Unternehmen von einem Gewinn von 250 Mill. Euro aus.

Marchionne kündigte gleichzeitig seinen Rückzug aus dem lange Zeit kriselnden Autogeschäft im kommenden Jahr an. Er werde sich dann auf seinen Posten an der Konzernspitze konzentrieren. Ein Nachfolger solle intern gefunden werden, betonte Marchionne. Er werde die Geschäfte des Bereichs jedoch weiterhin genau überwachen.

Bis 2010 solle der Umsatz der Auto-Sparte auf 32,5 Mrd. Euro steigen, sagte Marchionne. 2005 erwirtschaftete der Bereich Erlöse von 19,5 Mrd. Euro. Der Absatz soll in den nächsten Jahren bis 2010 um mehr als eine Million auf 3,5 Mill. Fahrzeuge zulegen. Auch für den gesamten Konzern erwartet Marchionne ein deutliches Wachstum. 2010 werde der Nettogewinn bei 3,4 bis 3,6 Mrd. Euro und der Umsatz bei 67 Mrd. Euro liegen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 1,42 Mrd. Euro bei Erlösen von 46,5 Mrd. Euro.

An der Börse wurde der Rückzug Marchionnes aus dem Auto-Geschäft negativ bewertet. Die Aktien gaben mehr als zwei Prozent auf 14,90 Euro nach. Analysten sprachen zudem von Gewinnmitnahmen.

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