Prozess gegen Ex-Panzermanager Vorwurf der Geldwäsche eingestellt

Eine Anklage wegen Geldwäsche gegen einen Ex-Manager des Panzerbauers Kraus-Maffei Wegmann wird fallengellassen. Der Grund: Im Verhältnis zu den anderen Vorwürfen fällt die Tat nicht so sehr ins Gewicht.
Die Firma KMW stellt unter anderem dieses Fahrzeug her. Quelle: dpa
Deutscher Kampfpanzer Leopard

Die Firma KMW stellt unter anderem dieses Fahrzeug her.

(Foto: dpa)

MünchenIm Prozess gegen einen ehemaligen Manager des Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) ist ein Teil der Anklagevorwürfe vom Tisch. Auf Antrag des Staatsanwalts stellten die Richter das Verfahren in puncto Geldwäsche am Dienstag vor dem Landgericht München ein. Gemessen an einer Gesamtstrafe würde die Strafe wegen dieser Taten nicht erheblich ins Gewicht fallen, sagte der Vorsitzende Richter zur Begründung.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Ex-Manager zudem wegen Steuerhinterziehung und versuchten Betrugs angeklagt. Laut Anklage soll er sich bei Rüstungsgeschäften mit Griechenland an Schmiergeldzahlungen beteiligt und dabei 1,15 Millionen Euro für sich selbst abgezweigt haben.

Zum Prozessauftakt vor gut einem Monat hatte er gestanden, Geld bekommen zu haben. Der maßgebliche griechische Vermittler habe ihn aber lediglich auf „rein freundschaftlicher Basis“ an seiner eigenen Provision beteiligt. An diesem Donnerstag sollen in dem Verfahren weitere Zeugen vernommen werden. Am 3. Dezember könnten dann nach Angaben von Prozessbeteiligten die Plädoyers gehalten werden.

  • dpa
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