Prozesse
Mehrjährige Freiheitsstrafe für Ex-Chef der Sanitas Kliniken

München (dpa) ­ Der ehemalige Gesellschafter und Geschäftsführer der Sanitas Kliniken ist vom Landgericht München I wegen Vorteilsgewährung schuldig gesprochen worden. Er bekam unter Einbeziehung eines früheren Urteils eine Gesamtstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten Haft.

München (dpa) ­ Der ehemalige Gesellschafter und Geschäftsführer der Sanitas Kliniken ist vom Landgericht München I wegen Vorteilsgewährung schuldig gesprochen worden. Er bekam unter Einbeziehung eines früheren Urteils eine Gesamtstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten Haft.

Der 64 Jahre alte Diplombetriebswirt hatte dem damaligen Verwaltungsratsvorsitzenden der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) im Jahre 2000 vier Ikonen geschickt. Er erhoffte sich davon die Zuweisung von Patienten für seine Reha-Kliniken. Das Urteil erging nach einem Gespräch zwischen den Verfahrensbeteiligten und wurde sofort rechtskräftig.

„Korruption war ein Teil seiner Geschäftspolitik“, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft über den Angeklagten. Der Gründer der Sanitas-Gruppe mit Sitz in Unterschleißheim bei München hatte bereits seit 1992 Schmiergelder an Mitarbeiter von Krankenkassen gezahlt, um möglichst viele Patienten zugewiesen zu bekommen. Der 64- Jährige war dann im November 2004 wegen Bestechung in 56 und Vorteilsgewährung in 17 Fällen zu einer Strafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%