"Qualität und Effektivität der Kommunikation hat enorm zugenommen"
Telefonieren statt E-Mails

2 500 Angestellte dürfen untereinander keine E-Mails mehr schicken. Das hat der britische Unternehmensinhaber entschieden.

HB LONDON. Stattdessen müssen sie sich seit kurzem am Telefon austauschen, weil man dadurch viel Zeit spare. „Das Verbot hat eine sofortige, dramatische Wirkung gehabt“, sagte der Chef der britischen Handyladen-Kette Phones 4u, John Caudwell, am Freitag der BBC.

Er glaube, dass jeder Angestellte so durchschnittlich drei Stunden Zeit am Tag einsparen könne - und das Unternehmen dadurch umgerechnet 1,4 Mill. Euro im Monat. Es gehe nicht um privat verschickte E- Mails - die werden sowieso nicht gern gesehen -, sondern um die betriebsinterne Kommunikation.

„Ich habe festgestellt, dass E-Mails Phones 4u auf heimtückische Weise befallen haben, und deshalb habe ich sie sofort verboten“, sagte Caudwell. Die Zunahme des E-Mail-Verkehrs habe seine Mitarbeiter immer mehr aufgehalten. Es könne zehn Mal so lange dauern, eine Mail zu schreiben, als direkt miteinander zu sprechen. Außerdem bekomme man bei einem Anruf die Antwort sofort und müsse nicht erst lange warten.

„Die Qualität und Effektivität der Kommunikation hat enorm zugenommen“, lautet Caudwells vorläufige Bilanz. Der 50-jährige steht mit einem Vermögen von umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro auf Platz 26 der reichsten Briten.

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