Rainer Schmückle
Mercedes-Vize hilft Chrysler

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche nimmt den Problemfall Chrysler enger an die Leine. Offensichtlich traut Zetsche Chrysler-Chef Tom LaSorda nicht mehr zu, die Probleme bei der US-Sparte alleine zu lösen.

HB DÜSSELDORF. Der Vizechef der Mercedes Car Group Rainer Schmückle wird im Rahmen seiner bisherigen Funktion einer Arbeitsgruppe angehören, die sich mit Chrysler beschäftigt, bestätigte ein Unternehmenssprecher einen Bericht des „Manager Magazins“. Schmückle hat sich bei der Sanierung der Kernmarke Mercedes, Freightliner und der Ex-Bahntochter Adtranz bereits bewährt.

Der Konzern sieht den Schritt als normalen Informationsaustausch zur ohnehin vorgesehenen Verbesserung der Zusammenarbeit. Offensichtlich traut Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche aber Chrysler-Chef Tom LaSorda nicht mehr zu, die Probleme bei der US-Sparte alleine zu lösen. Denn mangelnden Kooperation war nicht der Grund der jüngsten Krise, sondern Überproduktion, Nachfrageeinbruch und Rabattschlacht. Chrysler hat zu 70 Prozent große, spritfressende Fahrzeuge im Programm. Wegen der hohen Benzinpreise kauften die US-Kunden aber nun eher sparsamere Autos. Chrysler hat diesen Trend unterschätzt. Zetsche hatte im Juli prognostiziert, Chrysler werde im dritten Quartal bis zu 500 Mill. Euro Verlust schreiben. Zwei Monate später wurden daraus 1,2 Mrd. Euro.

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