Rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Berlin: Berliner Volksbank muss haften

Rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Berlin
Berliner Volksbank muss haften

Wegen fehlerhafter Beratung muss die Berliner Volksbank einem Anleger 50 000 Euro zahlen.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Das entsprechende Urteil des Landgerichts Berlin ist rechtskräftig. Nach Ansicht des Gerichts war der Anleger nicht über die besonderen Risiken, die mit einer Investition in Aktien des Neuen Marktes einhergehen, aufgeklärt worden. (Az.: 21 O 8/03).

Dem in Aktienanlagen unerfahrenen Anleger waren von der Berliner Volksbank zunächst Standardwerte, Aktien Dax-notierter Unternehmen, empfohlen worden. In späteren Beratungsgesprächen riet die Volksbank dem Anleger zu einer Investition in Aktien aus dem Neuen Markt, ohne den Anleger auf die verglichen mit Standardwerten erhöhten Risiken hinzuweisen. Nach Ansicht des Gerichts hätte der Anleger insbesondere über einen möglichen Totalverlust des eingesetzten Kapitals aufgeklärt werden müssen.

"Das Urteil des Landgerichts Berlin ist deshalb von besonderer Bedeutung, da es - soweit ersichtlich - die erste Entscheidung ist, wonach auch bei einem Anleger, der bereits über mehrjährige Aktienerfahrung (in Standardwerten) verfügt, besondere Hinweispflichten der Bank bestehen können", sagte Henning Leitz von der Rechtsanwaltskanzlei Rotter, die den Kläger vertreten hat.

Die Entscheidung dürfte für Anleger von Relevanz sein, denen eine Investition in Neue-Markt-Aktien oder Aktien ähnlicher Segmente wie Nasdaq oder Nouveau Marché empfohlen wurde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%