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Anlageberatung: Schlechter Tipp vom Sohn

Das Landgericht Ingolstadt hat eine Volksbank verurteilt, einem Ehepaar Schadensersatz zu zahlen (3 O 1187/04).

DÜSSELDORF. Ein Berater des Instituts hatte den beiden 1998 den geschlossenen US-Immobilienfonds Rosche 28 empfohlen. Das Investment endete mit einem Totalverlust, woraufhin das Paar die Bank wegen Falschberatung verklagte. Der Berater habe die Risiken der Anlage nicht ausreichend untersucht, monierten sie.

Der als Zeuge geladene Verkäufer bestätigte, dass er das Modell nicht selbst geprüft, sondern sich auf Informationen aus dem Prospekt und einer Schulung des Fondsanbieters verlassen habe. Eine eigenständige, objektive Prüfung sei aber Pflicht, kritisierten die Richter. Dass der Berater inzwischen für eine andere Bank arbeitet und zudem der Sohn der Kläger ist, ändere nichts.

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