Rechtzeitiges Gegensteuern wird erleichtert
Die Zukunft ist nicht mehr gar so dunkel

Die schnelle Simulation von Zukunftsszenarien hilft bei der Unternehmensplanung - neue Software macht das jetzt zum Kinderspiel und erlaubt rechtzeitiges Gegensteuern.

„Für die Unternehmen geht es darum, den Wettlauf ums Geld zu gewinnen“, sagt René Scharn voraus. Der Vorstandsassistent bei einem Maschinenbauer kennt die wachsenden Schwierigkeiten, die ein Mittelständler hat, um bei den Banken Geld zu bekommen, wenn er Investitionen vorfinanzieren muss.

Wie auch kritische Geldgeber zu überzeugen sind, das will Scharn Anfang Mai auf dem Jahreskongress des Controllervereins vortragen: Eine „dynamische Rechnungslegung“ zeigt durch die Simulation von Zukunftsszenarien, ob eine geplante Investition in die Krise oder zum erhofften Erfolg führt.

„Gute Simulanten treffen gute Entscheidungen“, bestätigt Johanna Joppe, auf Controllingfragen spezialisierte Senior Consultant bei der Unternehmensberatung Memconsult. Im aktuellen Aufschwung beispielsweise bestünde für viele Manager eine große Gefahr darin, zu viele Aufträge hereinzunehmen, durch die die „gesundgeschrumpften“ Unternehmen überlastet werden – mit dem Risiko des Scheiterns. Dies ließe sich durch Simulationsprogramme vermeiden, die in Minutenschnelle die Auswirkungen einzelner Entscheidungen auf die vorhandenen Resourcen bis hin zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung ausrechneten: „Eine klassische Ertragsvorschau reicht heute nicht mehr aus.“

René Scharn nutzt zu diesem Zweck Programme der Asrap Software in Bergisch Gladbach. „Damit kann ich 60 Variablen nach allen Regeln der Kunst frei durchspielen“, schwärmt er. Neuigkeitswert hätte insbesondere die Möglichkeit, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, aber auch den Kapitalfluss miteinander zu verknüpfen. So wären „Komplettszenarien“ möglich: „Wenn ich 100 Millionen Umsatz geplant habe und erreiche nur 80: Wie lange kann ich mir das leisten?“

Berechnet Scharn seine Simulationen für ein Unternehmen von 400 Mitarbeitern, so denkt Stefan Bauer (Name geändert) in ganz anderen Dimensionen: Der Wertmanager nutzt die bergische Software, um für ein Dax-30-Unternehmen, das in diesen heiklen Planungsfragen nicht genannt werden möchte, in die Zukunft zu sehen. Hier geht es etwa um Akquisitionen Umstrukturierungen: „Man kann vorher sehen, wo man mit seinen Zahlen landet.“ Dies kann die Auswirkung einer Aktion auf die Relation von Eigenkapital und Fremdkapital genauso betreffen wie die Vorausberechnung der Dividendenausschüttung.

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