Reformvorhaben: US-Börsenaufsicht fordert Klartext

Reformvorhaben
US-Börsenaufsicht fordert Klartext

Nach dem Willen der amerikanischen Börsenaufsicht müssen Manager in den USA künftig noch detaillierter darlegen, welche Vergütungen sie erhalten – vor und nach der Pensionierung.

NEW YORK. Die amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) wird vermutlich am Dienstag die größte Reform für die Offenlegung von Managergehältern seit 14 Jahren vorlegen. Die Pläne von SEC-Chef Christopher Cox sind so weitreichend, dass selbst die für ihre Transparenz bekannten US-Firmen ihre Bücher noch weiter öffnen müssen.

Bereits heute geben die US-Firmen einmal im Jahr Auskunft über die Bezahlung ihrer Führungselite. Darin sind jedoch wichtige Bestandteile wie Pensionszusagen und der Wert von Aktienoptionen nicht enthalten. Außerdem finden sich viele Informationen nur im Kleingedruckten oder werden durch eine Fachsprache vor den Investoren verschleiert.

„Die Art und Weise wie Spitzenmanager entlohnt werden, hat sich im vergangenen Jahrzehnt stark verändert“, sagt Mark Borges, Spezialist für Vergütungsfragen bei der Unternehmensberatung Mercer Human Resource Consulting in Washington. Heute spielten Aktienoptionen, Pensionszusagen und die nachgelagerte Vergütung, die neben der Pension nach dem Eintritt in den Ruhestand ausgezahlt wird, eine weitaus größere Rolle als früher. „Die SEC versucht, dieser Entwicklung jetzt Rechnung zu tragen“, sagt Borges. Die Vorschläge könnten durchaus Signalcharakter für andere Länder haben.

Nach dem Willen der Börsenaufsicht sollen künftig alle relevanten Bestandteile der Managervergütung wie Grundgehalt, Bonus, Aktien und Optionen, besondere Leistungen wie die Nutzung des Firmenjets, nachgelagerte Vergütungen und Pensionszusagen in einer Tabelle zusammengetragen werden. Außerdem werden die Firmen aufgefordert, ihre Entlohnungspolitik in „klarem Englisch“ zu erklären. „Die Märkte können nur dann Gehaltsexzesse verhindern, wenn sie die nötigen Informationen haben“, begründet Cox seinen Reformvorschlag.

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