Regine Stachelhaus
Eon-Personalchefin lehnt Frauenquote ab

Die Einführung einer Frauenquote könnte das eigentliche Anliegen untergraben, warnt die scheidende Personalchefin von Eon, Regine Stachelhaus. Sie wirbt stattdessen dafür, „organisch“ vorzugehen.
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DüsseldorfDie scheidende Personalchefin von Eon, Regine Stachelhaus, ist gegen eine Frauenquote. „Es wäre eine schnelle, aber umso riskantere Lösung“, sagte Stachelhaus dem Handelsblatt. Unter Umständen würden die Frauen damit ihr eigenes Anliegen untergraben. „Das kann zu ernsthaften Spannungen im Unternehmen führen. Bis hin zu der Frage, ob die erfolgreichen Frauen nicht qua Quote in ihre Funktionen gekommen sind.“ Sie wirbt dafür, „organisch“ vorzugehen.

Damit sich langfristig mehr Frauen für die Karriere entschieden, müsse der Staat eine bessere Kinderbetreuung gewährleisten, sagte Stachelhaus. Zugleich aber müssten die Unternehmen für die Frauen „eine Umgebung schaffen, in der sie anerkannt sind und sich wohlfühlen.“ Für Frauen sei es frustrierend, an männlichen Rollenmodellen gemessen zu werden. So aber drohten den Unternehmen Talente verloren zu gehen.

Ihre eigene Karriere hat Regine Stachelhaus auch ihrem Mann zu verdanken. Während sie bei Hewlett-Packard von der Rechtsabteilung bis in die Geschäftsführung aufstieg, blieb er zuhause und brachte den gemeinsamen Sohn zwischendurch zum Stillen in ihrem Büro vorbei. „Ohne meinen Mann wäre das nicht gegangen“, sagt Stachelhaus. Jetzt ist ihr Mann krank. Und Stachelhaus‘ hat sich entschieden, ihren Vertrag, der Ende Juni ausläuft, nicht zu verlängern. Sie möchte sich künftig mehr um ihre Familie kümmern.

Das sei auch eine gesellschaftliche Entwicklung, meint Stachelhaus: „Ich glaube, dass unsere Gesellschaft langsam erkennt, dass es wichtige Dinge neben dem Beruf gibt. Wir bei Eon wissen, dass die Leute, die wir künftig brauchen, Forderungen haben werden wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das finde ich auch gesund und wichtig: Sich einzustellen auf den Wunsch nach Leben.“

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  • Mal runde 20 Jahre zurückgeblendet, da wo die heute praktizierende Managementriege an den Unis ausgebildet wurde.

    Wer studierte damals in Deutschland Ingenieur-, Wirtschaftsingenieur- und Naturwissenschaften? Richtig, im Schnitt waren es mindestens 90% Männer.

    Wer studierte damals in Deutschland Geisteswissenschaften, Kunsthistorie und Lehramt (für was auch immer) als Studienfächer? Richtig, 60-99% Frauenquote, je nach Fachrichtung.

    Was braucht Deutschland heute, um an der Spitze zu bleiben?

    Alles, nur keine Lehrer, Künstler und Geisteswissenschaftler.

    Wenn Frauen heute einen Anspruch erheben, sollten sie zumindest auch die Basis dafür haben. Niemand hat sie schliesslich damals zu diesen Rand-Fächern gezwungen.

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