Reklamation und Reisepreis-Minderung
Wenn die Traumreise zum Alptraum wird

Betonwand statt Meerblick, Ödnis statt Spielplatz: Urlauber erleben manches Mal ihr blaues Wunder anstelle eines wunderbaren Urlaubs. Die Geschädigten haben Anspruch auf eine Minderung des Reisepreises, also eine Erstattung. Doch in welcher Höhe, darüber gibt es oft Streit. Hier hilft die "Frankfurter Tabelle". Gute Informationen bieten auch die Verbraucherzentralen.

HB KÖLN/DÜSSELDORF. Nicht alle Reiseveranstalter halten, was ihre Prospekte versprechen. Hat eine Reise deutliche Mängel, so kann der Kunde den Preis mindern. Nicht nur die Veranstalter verursachen manch eine Reise-Unbill. Urlauber müssen sich oft mit vielen Widrigkeiten auseinandersetzen: Die Bahn streikt, im Urlaubsland wüten Waldbrände oder der gebuchte Flug wird vom Morgen auf den Abend verlegt. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen zitiert Berechnungen, nach denen vier Prozent der deutschen Pauschalreisen Reklamationen einreichen. Bei 60 Millionen Reisenden im Jahr wären das knapp 1,5 Millionen Betroffene.

"Viele Urlauber wissen nicht, dass sie sich mit ihrem Ärger bei einer pauschal gebuchten Reise am besten an den Reiseleiter vor Ort wenden statt an den Hotelier" - darauf weisen die Verbraucherschützer hin. Ist kein Ansprechpartner auffindbar, sollte "schleunigst Kontakt mit dem Reiseveranstalter in Deutschland aufgenommen werden". Viele sind auch ratlos, wenn der Veranstalter plötzlich insolvent wird. Für Reklamationen sind zudem nach der Rückkehr aus dem Urlaub Fristen zu beachten.

"Wer Ansprüche an Veranstalter, Airline oder Bahn stellen will, sollte möglichst unverzüglich reklamieren und die Mängel zum Beispiel durch Zeugen und Fotos nachweisen können", empfiehlt Sabine Fischer von der Verbraucherzentrale Brandenburg, "Lärmbelästigungen müssen mit Datum, Uhrzeit, Dauer und Quelle dokumentiert werden". Um Ärger zu vermeiden, sollten sich Reisende bereits vor der Buchung und vor Reiseantritt genau informieren. Die Verbraucherschützerin rät dazu, die Angebote im Katalog genau zu lesen, Preise zu vergleichen und vorab schon Hinweise zum richtigen Reklamieren vor Ort und nach Reiseende studieren.

Die Verbraucherzentralen haben den Ratgeber "Ihr Recht auf Reisen" herausgegeben, der viele Tipps für Pauschalurlauber bereithält. Der Ratgeber kann zum Abholpreis von 4,90 Euro in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erworben werden. Für zusätzlich zwei Euro für Porto und Versand kann er gegen Rechnung auch geschickt werden. Bestelladresse: Versandservice der Verbraucherzentralen, Adersstr. 78, 40215 Düsseldorf, oder auf den Seiten der Verbraucherzentralen: www.verbraucherzentrale.info.

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