René Obermann
Auf in die zweite Runde als Telekom-Chef

Experten und Großaktionäre bescheinigen dem Telekom-Chef einen guten Job gemacht zu haben. Der Beweis: Der Aufsichtsrat will den Vertrag von René Obermann um fünf Jahre verlängern. Doch nur positiv ist das Urteil über Obermann nicht.
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DÜSSELDORF/BERLIN. Als er vor vier Jahren antrat, übernahm er einen der schwersten Jobs der deutschen Wirtschaft: René Obermann. AlsTelekom-Chef musste er einen schlingernden Konzern sanieren, konnte dafür aber nicht einfach mal Tausende Mitarbeiter entlassen.

Diesen Spagat forderte Großaktionär Bund, der sich nicht nur um das Firmenwohl, sondern auch um die Gunst seiner Wähler sorgte. "Das war eigentlich ein unmöglicher Job", sagt ein Experte. "Aber Obermann hat ihn hingekriegt."

Das sehen auch die Großaktionäre so, zu denen neben dem Bund noch der Finanzinvestor Blackstone gehört. Auf der kommenden Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember wollen sie den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden deshalb um fünf Jahre verlängern. Diese Sitzung ist der frühestmögliche Termin dafür. Denn das deutsche Aktienrecht schreibt vor, dass ein Vertrag frühestens ein Jahr vor Ablauf verlängert werden kann. Obermann leitet den Konzern mit Sitz in Bonn seit dem 13. November 2006.

Sein größter Erfolg ist die Sanierung des einst kriselnden Deutschland-Geschäfts. Obermann legte die ehemals verfeindeten Bereiche Mobilfunk und Festnetz zusammen, verbesserte den Service und lockte die Hälfte aller neuen DSL-Kunden zu sich.

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