René Obermann
Ex-Telekom-Chef an die Lufthansa-Spitze?

Kaum hatte Ex-Telekom-Chef René Obermann seinen neuen Posten beim niederländischen Kabelnetzbetreiber Ziggo angetreten, ist er auch schon wieder auf dem Sprung. Der Chefposten bei der Lufthansa könnte das Ziel sein.
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Düsseldorf„Näher an den Maschinenraum“ zu rücken, das war der Wunsch René Obermanns als er im vergangenen Jahr den Abschied bei der Telekom einläutete. Der Chefposten bei einem im Vergleich zur Deutschen Telekom kleinen und feinen niederländischen Kabelunternehmen sollte es werden – doch dort kam ihm ein Großkonzern in die Quere. Gerade erst im Amt bei Ziggo, schluckt der US-Medienmogul John Malone mit seinem Konzern Liberty Global die Niederländer.

Das Ergebnis für Obermann: Er ist wieder auf dem Sprung. Und aus dem angestrebten Maschinenraum könnte über den Umweg in den Niederlanden ein Flugmaschinen-Hangar in Frankfurt werden. Nach Informationen des Handelsblatts (Dienstagausgabe zum Download) hat der Aufsichtsrat der Lufthansa Kontakt mit Obermann aufgenommen.

Der zu Telekom-Zeiten nicht immer unumstrittene Manager scheint also nach wie vor begehrt zu sein. So ist aus gut informierten Kreisen zu hören, dass Lufthansa-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber Interesse an Obermann hat. Er wurde als Kandidat für den Posten des Vorstandsvorsitzenden der größten europäischen Fluggesellschaft identifiziert.

Mayrhuber sucht einen neuen Chef für Europas größte Fluggesellschaft. Zwar gibt es mit Carsten Spohr, Vorstandschef des Passagiergeschäfts, seit längerem einen aussichtsreichen internen Kandidaten. Aber Mayrhuber, selbst bis 2010 Vorstandschef der Airline, will alle Optionen prüfen.

„Die externe Suche ist keine Farce, Mayrhuber betreibt die absolut ernsthaft und meint es durchaus ernst“, heißt es im Umfeld der Lufthansa. Nach jüngsten Informationen führt Mayrhuber noch mit einem Kandidaten Gespräche. Ob das Obermann ist, ist allerdings offen. „Herr Mayrhuber hat nur einen sehr engen Kreis von Vertrauten eingeweiht. Er will erst an den Aufsichtsrat herantreten, wenn er auch was Handfestes vorweisen kann“, berichten Insider.

Den vollständigen Handelsblatt-Artikel finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
Thomas Tuma ist stellvertretender Chefredakteur des Handelsblatts.
Thomas Tuma
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " René Obermann: Ex-Telekom-Chef an die Lufthansa-Spitze?"

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  • Der "smarte Rene`" auf Arbeitssuche, zugegeben, eine komische Nummer! Es wurde bekannt, dass er ziemlich kurzfristig das holländische Kabelunternehmen "Ziggo" stabilisieren wollte, ehe es von anderen gekauft wird. Da das aber schneller passierte, als gedacht, ist dieser auch als Bulldozer" bekannte harte Hund, den man auch noch "Dobermann" nennt, wieder ein gefragter Mann bei Unternehmen, wo es gerade nicht so toll klappt, wende ich mich hiermit direkt an ihn:
    "Achtung, Herr Obermann, wie wäre es denn mit dem Posten als Flughafen Berlin-Brandenburg (BER)Chef als "Zwischenlösung" bis zur Eröffnung?


    Da allerdings nicht gerechnet werden kann, dass sich weder der derzeitige AR- Boss, noch der mit Multi-Erfahrung ausgestattete amtierende Geschäftsführer an Sie wenden wird, meine Bitte (bestimmt im Namen sehr vieler Menschen in unserem Land): Bewerben Sie sich bitte und möglichst bald!!" Danke!

    Seit 2006 wird dort gebuddelt und gewerkelt, ohne daran zu denken, dass dieser Flughafen auch irgend einmal geöffnet werden sollte....
    Da jetzt bekannt wurde, dass ausgerechnet unter dem längst errichteten Terminal die Kabelplätze alle schon belegt sind, wären doch diese Personalie endlich die gesuchte Lösung, die sich auch mit einer ordentlichen "Kabelverlegung" richtig auskennt! Da jeder weitere Monat des Stillstandes gleichzeitig ein Verlust von jeweils geschätzten weiteren 30-40 Millionen € bedeutet, dürfte ein erneut lukratives Einkommen für ihn auch bereitstehen. Es würde doch nichts nutzen, wenn seine vermeintlichen Flugzeuge der "Lufthansa" nur in den Hangars stehen! Rollen diese einmal tatsächlich über die auf Flugzeuge hungrigen Start- und Landebahnen, wird man ihn als "Retter" und "Helden" feiern und zur Lufthansa weiterziehen lassen.......

  • keine bange, das lufthänschen läuft zur zeit schon so wie die da oben es wollen. Dazu am besten mal die aktinärstruktur anschauen die den rest erklärt.
    Lediglich wird man jetzt versucehn zu reformieren. Sprich lohnkosten senken= entlassen und über ZA facharbeiter einstellen.

  • Das wäre sicherlich eine gute Alternative, mal einen Chef von Außerhalb in die Lufthansa zu holen um auch neue Ideen/Strategien zu generieren. Mit Spohr würde man sich einfach nur weiterhin im eigenen Kreis drehen und die Marken Vernichtung Lufthansa die Franz eingeleitet hat weiter vorantreiben... wobei Mayerhuber die ja mit Unterstützt hat. Der bisherige Slogan "There is no better way to flight" musste ja schon kassiert werden, weil es zig Gesellschaften gibt mit denen man besser fliegen kann. Wer den Servicelevel so absenkt wie Franz es getan hat, vernichtet Marke und wird austauschbar. Obermann hat Erfahrung mit Konzernen und würde sicherlich noch zusätzliche Leute an Bord holen... Generell ist es gut mal ab und an "Fremde" reinzuholen, die bisher nur Kunden waren...

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