Republikaner Christopher Cox wird SEC-Chef
Ein Freund der Wirtschaft

Nächster Chef der US-Finanzaufsicht SEC wird Christopher Cox, ein Mitglied der konservativen Republikaner-Partei und wirtschaftsfreundlicher Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus.

HB NEW YORK. US-Präsident George W. Bush nominierte ihn gestern. „Ich habe Chris den klaren Auftrag gegeben, die Politik fortzusetzen, das öffentliche Vertrauen in unsere Märkte zu stärken“, sagte Bush.

Am Mittwoch hatte der bisherige Leiter der Securities and Exchange Commission (SEC), William Donaldson, seinen Rücktritt zum Monatsende angekündigt. Sein Nachfolger Christopher Cox steht Forderungen gegenüber, einen Teil der Neuregelungen zurückzudrehen. „Wir müssen wieder eine Balance finden“, sagte der Präsident der US-Handelskammer, Thomas Donohue. Die US-Kammer klagte über die angebliche Überregulierung unter Donaldson.

Der 52-jährige Cox dürfte weniger bei der Wirtschaftslobby anecken als der scheidende SEC-Chef. Er setzte unter US-Präsident Bill Clinton erfolgreich ein Gesetz durch, das Anlegerklagen beschränkt. Außerdem engagierte sich Cox für Steuersenkungen zu Gunsten von Investoren. Dazu zählten die Abschaffung der Kapitalertragsteuer und der Dividendensteuer.

Der bisherige SEC-Chef Donaldson setzte in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit umfassende Reformen durch, um das durch Skandale erschütterte Investorenvertrauen zurückzugewinnen. Einige Initiativen – etwa eine Registrierungspflicht für Hedge-Fonds und unabhängige Kontrollen für Investmentfonds – trugen dem scheidenden SEC-Chef scharfe Kritik von Wirtschaftslobbyisten und konservativen Parteifreunden ein.

Der künftige Chef der US-Finanzaufsicht arbeitete als Berater unter dem konservativen US-Präsidenten Ronald Reagan. Der Jura- und Wirtschaftsabsolvent der Eliteuniversität Harvard vertritt im Repräsentantenhaus den kalifornischen Bezirk Orange County, wo Reagan lebte. Cox leitet derzeit den Ausschuss für innere Sicherheit im Repräsentantenhaus.

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