Rewe
Hans Reischl ist sich keiner Schuld bewusst

Der frühere Vorstandschef des Kölner Handelskonzerns Rewe, Hans Reischl, sieht sich zu Unrecht in Verbindung gebracht mit Korruptionsvorwürfen bei dem Handelskonzern. Angeblich haben führende Mitarbeiter des Unternehmens Lieferanten gegen Bares bevorzugt.

HB KÖLN. Er habe „immer und ausschließlich im Interesse des Unternehmens gehandelt“, ließ Reischl am Mittwoch über seinen Anwalt in Köln mitteilen. Reischls Rechtsbeistand betonte, es gebe derzeit keine Ermittlungen gegen den langjährigen Vorstandschef. Die derzeitigen Überprüfungen konzentrierten sich darauf, ob das Unterhalten so genannter Kreditoren-Konten von Mitarbeitern der Rewe von einer entsprechenden Erlaubnis der heutigen Bafin gedeckt gewesen sei.

Rewe hatte sich eigenen Angaben zufolge wegen „interner Geschäftsvorfälle“ bereits vor gut einem Monat an die Kölner Staatsanwaltschaft und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gewandt. Damit wolle die Rewe-Gruppe in „möglicherweise strafrechtlichen Sachverhalten“ lückenlose Aufklärung erreichen, hatte ein Sprecher betont, ohne Details zu nennen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Unterlagen.

Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen frühere Rewe-Chefs dreistellige Millionenbeträge über interne Mitarbeiterkonten geschleust haben. Dabei hieß es, dass auch Reischl im Verdacht stehe. Außerdem soll Rewe den Berichten zufolge bei einer internen Untersuchung festgestellt haben, dass ein italienischer Lieferant zwei Jahrzehnte lang bevorzugt worden sei. Reischl hatte Rewe 2004 nach 27 Jahren an der Spitze verlassen.

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