Richard Branson wird 65
Der Tausendsassa kommt ins Rentenalter

Richard Branson ist Abenteurer, Clown, und Lebemann. Vor allem aber er ist er einer der erfolgreichsten Unternehmer Großbritanniens. Heute wird der Manager 65 Jahre alt – und denkt nicht im Traum an Ruhestand.
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LondonWenn Richard Branson über sein Leben als Unternehmer spricht, dann ist das Wort „Spaß“ eines der am häufigsten benutzten. Branson ist seit weit über 40 Jahren der Hansdampf in allen Gassen der Londoner City, eine Art Klassenclown der britischen Unternehmer-Gilde, die eine oder andere Mutprobe als Abenteurer inklusive - zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Branson besitzt meist unter dem Label Virgin ein Firmenimperium, das von der Fluggesellschaft über einen Telefonanbieter bis hin zum Raumfahrtunternehmen reicht. Der laut Forbes-Liste fast fünf Milliarden Dollar schwere Milliardär mit eigener Privatinsel in der Karibik wird am 18. Juli 65 Jahre alt – und denkt nicht im Traum an Ruhestand.

„Ich kann mir nicht vorstellen damit aufzuhören, die Dinge zu tun, die ich liebe“, sagte Branson der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle die Welt besser machen – mit guten Produkten aber auch gezielten Spenden, mit der Weitergabe von Erfahrung an junge Unternehmer und mit dem Kampf gegen den Klimawandel. Und dabei wolle er Spaß haben.

Branson hat die Öffentlichkeit nie gescheut - im Gegenteil. Er sucht sie geradezu, macht sie zum Teil seines Geschäftsmodells. In Großbritannien kennt den Dandy-Typen mit der aschblonden Mähne fast jeder. Auf Pressekonferenzen erscheint er schon mal in kurzen Hosen, in einem seiner Flugzeuge bediente er in Frauenkleidern, als Stewardess verkleidet, die Passagiere. Einst seilte er sich von einem Ballon in New York auf den Times Square ab – nur ein Mobiltelefon seiner Virgin-Marke verdeckte die Scham.

Kritiker sehen in Branson allerdings nicht nur den findigen Unternehmer, den nimmermüden Ankurbler, den Macher mit den Hummeln im Hintern, der niemals stillhalten kann. Der britische Star-Biograf und Investitigativ-Journalist Tom Bower gilt als einer der Intimfeinde Bransons. Er hält dem Unternehmer in seinem Buch „Branson: Hinter der Maske“ vor, gar nicht der kluge Visionär mit dem Gespür für neue Märkte zu sein.

Vielmehr hätten seine ausgezeichneten Kontakte zum britischen Establishment ihm viel Geld gebracht - etwa in Form von begehrten Slots auf dem Flughafen Heathrow oder ertragstarken Bahnstrecken, die an seine Firma Virgin Trains gingen. Bill Clinton, Tony Blair, die britischen Royals: Wer immer Macht und Einfluss hat oder gehabt hat – Richard Branson ist nicht weit, behauptet Bower. Die Geschäftszweige Bransons liefen besonders gut, die staatlich reguliert seien: Luftverkehr, Bahnverkehr, Telekommunikation.

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Rückschläge in der Raumfahrt

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