Rick Wagoner
Wagoners Zeit für den Abgang ist da

Er ist das Gesicht einer Krise: Rick Wagoner, Boss des ums Überleben kämpfenden Autoriesen General Motors. Seine Tage an der Spitze des Unternehmens sind gezählt. Denn Wagoner steht dem Neuanfang der US-Autoindustrie im Weg – und einer Staatshilfe.

NEW YORK. Rick Wagoner kann in dieser Phase nichts mehr richtig machen. Für seine Aktion, im Privatjet zur Anhörung nach Washington zu fliegen, um Staatshilfen einzufordern, wird der Konzernchef von General Motors (GM) öffentlich geteert und gefedert.

Auch der zweite Versuch, demütig mit einem Hybridauto anzureisen und dafür von Detroit aus neun teure Chef-Stunden zu investieren, landet als gefundenes Fressen bei Amerikas beliebter Comedy-Show "Saturday Night Live": "Sorry für die Verspätung, aber wir hatten eine Autopanne", entschuldigt sich der Wagoner-Imitator zum Auftakt der Parodie. Das schallende Gelächter des Publikums ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Wagoners Tage beim finanziell ausblutenden Autoriesen gezählt sind.

Noch hält sich der 55-Jährige mit einer Zähigkeit im Amt, die von zahlreichen Kritikern schon fast bewundert wird. Seit acht Jahren an der Spitze von GM, hat er eine ganze Serie von Rekordverlusten ausgesessen, Abschreibungen in zweistelliger Milliardenhöhe als Betriebsunfälle abgetan und den Kurssturz des Dow-Jones-Schwergewichts unter die Marke von fünf Dollar pro Aktie als Folge der Finanzkrise interpretiert.

Wagoner genieße nach wie vor die Rückendeckung von Mitarbeitern, Händlern, Zulieferern und des Boards, sagte ein GM-Sprecher. Er sei der richtige Mann, um den Konzern "durch diese schwere Zeit zu führen". Eine bessere Führung zu finden wäre eine sehr schwere Aufgabe, assistierte Vize-Chairman Robert Lutz gestern.

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