Riskante Wette mit Swaps
Deutscher Bank droht eine Klagewelle

Der Deutschen Bank drohen Klagen mittelständischer Unternehmen, die auf Anraten der Bank in riskante Zinsgeschäfte investiert und dadurch Millionensummen verloren haben sollen. Die ersten Klagen mit der Begründung, die Bank habe nicht richtig über Risiken bei den Swap-Geschäften aufgeklärt, seien bereits eingereicht worden.

HB FRANKFURT. Dies berichtet die "Wirtschaftswoche" in ihrer heutigen Ausgabe. Verschiedene Anwaltskanzleien verträten zusammen über 40 geschädigte Unternehmen. Insgesamt habe die Deutsche Bank die Papiere an rund 500 Mittelständler verkauft. Swaps sind komplexe Finanzprodukte, bei denen es im Kern um eine Wette auf Zinsunterschiede geht. Nach Ansicht der Bank sind bei der Beratung keine Fehler gemacht worden. "Wir haben die Anleger immer umfassend über die Risiken aufgeklärt", sagte eine Banksprecherin am Samstag.

Deutschlands größtes Geldhaus führt derzeit mit der Stadt Würzburg einen Rechtsstreit um Millionenverluste aus Swap-Geschäften. In der ersten Verhandlungsrunde Anfang Juli vor dem Landgericht Würzburg sprach die Richterin von einer Mitschuld für die Bank. Ein Urteil gibt es noch nicht. Laut "Wirtschaftswoche" hat die Deutsche Bank im Mai vor dem Landgericht Berlin einen ähnlichen Prozess verloren. Die Richter hätten die Bank "aufgrund fehlerhafter Anlageberatung" zum Schadensersatz an das Berliner Bauunternehmen Bleck & Söhne verurteilt.

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