Rodrigo Rato
Ex-IWF-Chef muss wegen Finanzskandal vor Gericht

Er soll mit firmeneigenen Kreditkarten irreguläre Ausgaben beglichen haben. Dafür steht Rodrigo Rato, Ex-Präsident der Bankengruppe Bankia und Ex-Chef des IWF mit weiteren Managern vor Gericht.

MadridDer ehemalige IWF-Chef Rodrigo Rato und 65 weitere frühere Manager der Bankengruppe Bankia müssen sich wegen des mutmaßlichen Missbrauchs von firmeneigenen Kreditkarten vor Gericht verantworten. Der Nationale Gerichtshof teilte am Montag in Madrid mit, es gebe Anzeichen für eine betrügerische Verwendung von Bankvermögen in Millionenhöhe durch die Angeklagten.

Die 66 Manager sollen mit den Kreditkarten zwischen 2003 und 2012 irreguläre und nicht deklarierte Ausgaben beglichen haben.

Offen blieb, wann der Prozess beginnen soll. Rato hatte die Bankengruppe, die aus der Fusion der Sparkasse Caja Madrid und anderen Instituten entstanden war, zwischen 2010 und 2012 als Präsident geleitet. Die Staatsanwaltschaft fordert für den 66-Jährigen viereinhalb Jahre Haft.

Gegen Rato wird zudem in anderen Fällen ermittelt, sein Reisepass wurde eingezogen. Rato war zeitweise eine wichtige Persönlichkeit in Spaniens konservativer Volkspartei PP. Während der Regierungszeit der PP bekleidete er von 1996 bis 2004 das Amt des Wirtschaftsministers. Nach dem Machtverlust der Konservativen wechselte er 2004 zum Internationalen Währungsfonds und hatte dort bis 2007 den Chefposten innehatte.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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