Royal Bank of Scotland
„Fred the Shred“ steckt selbst in der Klemme

Fred Goodwin, Chef der Royal Bank of Scotland (RBS), gilt als harter Hund in der Branche. Sein rigoroser Managementstil brachte ihm den Spitznamen "Fred the Shred" ein, Fred der Schredder. Doch nach Rekordverlusten von 700 Millionen Pfund kämpft Goodwin nun selbst um seinen Job. Aufgeben ist für den einstigen Starbanker keine Option.

LONDON. Wortkarg ist er, listig und zäh, ein echter Schotte eben. Doch die Kreditkrise hat Goodwin kleinlaut werden lassen. "Einen Verlust melden zu müssen, fällt mir und meinen Kollegen sehr schwer", gestand der sonst so selbstbewusste Manager am Freitag. Es geht nicht um irgendeinen Verlust, das Minus von knapp 700 Mill. Pfund ist das schlimmste Ergebnis in der 40jährigen Geschichte der RBS als börsennotiertes Unternehmen.

Jetzt muss Fred the Shred um seinen Ruf und wohl auch um seinen Job kämpfen. Immer mehr Großaktionäre fragen offen, ob Goodwin und der RBS-Chairman Tom McKillop die richtigen für den Job sind.

In Finanzkreisen heißt es, dass in den kommenden Wochen bis zu drei neue Mitglieder ins Board einziehen werden. "Goodwin hat viele Verdienste, aber jetzt hat er noch genau eine Chance", warnt ein Londoner Fondsmanager. Die Anteilseigner wollten vor allem eine Nachfolgereglung für das Top-Management sehen.

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