Rückkehr Clarkes
Stabwechsel bei GM in Nordamerika

Für sein mit Milliarden-Verlusten kämpfendes Nordamerika-Geschäft hat der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) einen neuen Chef berufen.

HB DETROIT. Der bisherige Asien-Chef Troy Clarke soll Angaben vom Dienstag zufolge den Posten in Nordamerika von GM-Chef Rick Wagoner übernehmen. Clarke kehrt damit nach zweijährigem Asien-Aufenthalt an seine frühere Wirkungsstätte zurück - rechtzeitig vor schwierigen Verhandlungen mit den Gewerkschaften über neue Arbeitsverträge im Jahr 2007.

GM kämpft in Nordamerika gegen einen sinkenden Marktanteil und hat 2005 dort einen Verlust von 10,6 Mrd. Dollar verbucht. Der Konzern ist mitten in einem Sparprogramm, das die Schließung von zwölf Fabriken und die Streichung von 30 000 Stellen in Nordamerika umfasst. Mehr als 20 000 GM-Gewerkschaftsmitglieder haben bereits einer Frühpensionierung und Abfindungen zugestimmt, bis zum Ablauf eines Ultimatums im Juni dürften es Gewerkschaftsangaben zufolge bis zu 30 000 werden. Analysten erklärten, die Rückkehr Clarkes deute darauf hin, dass die Gewerkschaften ihm wohl vertrauten und auch der Konzern ihm Geschick in der schwierigen Situation zuschreibe. Clarke hat schon das letzte Mal die Verhandlungen mit den Gewerkschaften geleitet. Er soll seinen Posten zum 1. Juli antreten.

Die Aktie von GM fiel in New York ungeachtet der positiv aufgenommenen Nachricht um 4,27 Prozent auf 26,88 Dollar. Die Deutsche Bank hatte das Papier auf „Sell“ von „Hold“ heruntergestuft.

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