Rundfunkstaatsvertrag
Product-Placement ist nicht gleich Schleichwerbung

In den ARD-Serien "Marienhof" und "In aller Freundschaft" gibt es seit zehn Jahren Schleichwerbung. Zu diesem Ergebnis kommen Recherchen des Pressedienstes EPD. Zwei Münchener Unternehmensberatungen sollen es mit Duldung der ARD-Produktionsfirma "Bavaria Film" Werbetreibenden ermöglicht haben, Themen und Produkte gegen Entgelt zu platzieren. Nach dem Rundfunkstaatsvertrag hätte in diesen Fällen kein Geld fließen dürfen.

Product oder Themen Placments sind in der TV-Landschaft durchaus nicht unüblich. Wie der frühere Wetten-dass....?-Begleiter Wolfgang Penk, Geschäftsführer der gleichnamigen TV Produktion, erklärt, haben mittlerweile alle Sender eine Abteilung für "Zusammenarbeit mit Dritten". Dahinter verberge sich vor allen Dingen die Schnittstelle von Produktionsfirmen und Placement-willigen.

Product Placement ist grundsätzlich von der verbotenen Schleichwerbung zu trennen. So darf ein Produkt dann gezeigt werden, wenn dieses "dramaturgisch notwendig" ist. Spielt die Absicht der Wettbewerbsförderung aber eine größere als nur eine notwendigerweise begleitende Rolle, kann dieses zu einem Verstoß gegen das Schleichwerbungsverbot führen.

Nach dem Rundfunkstaatsvertrag hätte in den vorliegenden Fällen kein Geld fließen dürfen. In der ARD-Ärzteserie "In aller Freundschaft" ließ die Bavaria-Tochterfirma Saxonia jedoch von 2002 bis 2003 in mindestens neun Fällen bezahlte Pharmawerbung unterbringen. EPD-Recherchen kommen auf Zuwendungen von bis zu 30 000 Euro pro Folge. Auch Placements im "Marienhof" verkaufte eine Münchener Unternehmensberatung im Paket für 175 000 Euro.

Mehr Informationen unter www.absatzwirtschaft.de/product-placement

Die absatzwirtschaft-Ausgabe 3/2005 beschäftigt sich ebenfalls mit dem Thema. www.absatzwirtschaft.de/psasw/fn/asw/SH/0/sfn/buildpage/cn/shop_abo_einzelh/SH/0/page1/PAGE_1000135/page2/PAGE_1003028/aktelem/PAGE_1000507/index.html

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