Russland
Deutscher Finanzvorstand bei Yukos gibt auf

Der deutsche Finanzvorstand bei dem fast zerschlagenen russischen Ölkonzern Yukos hat seinen Posten aufgegeben. Offenbar fürchtet Frank Rieger, dass er von dre russischen Justiz für vermeintliche oder tatsächliche Steuervergehen der Firma zur Verantwortung gezogen wird.

HB WIEN/MOSKAU. Rieger schrieb der in Wien tagenden Yukos-Führung, er könne „aus grundsätzlichen Erwägungen seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen“, meldete die Agentur Interfax in Moskau. Auch Rieger hatte nach Presseberichten in den vergangenen Wochen Vorladungen der russischen Staatsanwaltschaft erhalten, die seit Jahren angebliche Steuervergehen bei Yukos untersucht.

Yukos teilte unterdessen mit, ein Konsortium ausländischer Banken habe bereits im Dezember eine Yukos-Restschuld von 482 Millionen US-Dollar (404 Mio Euro) an den staatlichen russischen Konkurrenten Rosneft abgetreten. Die Gruppe von 14 Gläubigerbanken hatte in der vergangenen Woche beim Moskauer Schiedsgericht den Antrag gestellt, Yukos für bankrott zu erklären. Rosneft hatte Ende 2004 den größten Yukos-Ölförderer Juganskneftegas übernommen und gilt als Hauptanwärter auch für die Reste des Konzerns, der einmal dem Magnaten Michail Chodorkowski gehörte. Er sitzt eine Gefängnisstrafe ab.

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