Russwurm verlässt Siemens: Verhältnis zu Kaeser galt als heikel

Russwurm verlässt Siemens
Abgang einer Integrationsfigur

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Verhältnis zu Kaeser galt als heikel

Russwurm galt schon nach dem Abgang von Peter Löscher als möglicher Nachfolger. Es setzte sich aber Kaeser durch. Dieser düpierte Russwurm später, indem er ihn drängte, das Industrieressort abzugeben und dafür Technologievorstand zu werden. Russwurm hatte das operative Geschäft sehr gern gemacht. Kaeser sagte, der Jobtausch Folge keiner besonderen Logik. Daher wurde er von einigen im Konzern als Degradierung Russwurms verstanden.

Seither gilt das Verhältnis der beiden als heikel. Russwurm und Kaeser haben sich nach Informationen des Handelsblatts über Kompetenzen bei den Themen Start-ups und Innovationen beharkt. Dies soll auch im Vorstand zu Diskussionen geführt haben. Schließlich wurde Russwurm kommissarischer Leiter der Startup-Einheit Next47.

Viele im Konzern bedauern Russwurms Abschied. „Er war in der Zusammenarbeit phantastisch und sehr integrativ“, sagte ein Siemens-Mitarbeiter. Kaeser müsse aufpassen, dass er nicht nur Technokraten um sich schare, die keine Konkurrenz für ihn seien.

Im Umfeld der Führung wurde betont, es sei nichts zwischen Kaeser und Russwurm vorgefallen. Es sei eine einvernehmliche Entscheidung. Kaeser hatte seit dem Sprung an die Spitze viel Macht auf sich konzentriert, was einige kritisch sehen. Allerdings zeigte sein Konzernumbau zuletzt wirtschaftliche Erfolge.

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Axel Höpner
Axel Höpner
Handelsblatt / Büroleiter München

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  • Die Grün-sozialistische CO2 freie Merkelpolitik ist zu tiefst Technik und Marktfeindlich. Darum wundert es nicht, wenn immer weniger Technik und Ingenieurwissen in Deutschland gefragt ist. Schließlich will man mit dieser asozialen Energiewendepolitik mit ihren marktfeindlichen Abgabenzwangssubventionsgesetz EEG in eine neue Ära des kommunistischen Sozialismus unter dem Mantel einer Grünen Bewegung eintauchen. Merkel macht aus Deutschland ein technik. und marktfeindliches und damit ein Wissenschafts- und Entwicklungsfeindliches Dritte-Welt-Land.

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