RWE-Manager Stedan Judisch
Mr. Nabucco lässt nicht locker

Die turkmenische Hauptstadt Aschgabat ist alles andere als eine pulsierende Metropole, eher ist sie ein Beton gewordener Alptraum. RWE-Manager Stefan Judisch schreckt das nicht. Mit Begeisterung nimmt er die umständliche Anreise in Kauf, denn schließlich gibt es in Zentralasien etwas zu holen: Erdgas. Wie Judisch das Nabucco-Projekt vorantreibt.

BERLIN. Judisch beschafft für seinen Arbeitgeber, den Essener RWE-Konzern, das Gas, das für den Betrieb der Nabucco-Pipeline benötigt wird. Er ist damit der deutsche „Mr. Nabucco“. Erst Ende vergangener Woche konnte Judisch einen Erfolg auf dem langen Weg bis zur Vollendung des Nabucco-Projekts verkünden: RWE und Turkmenistan schlossen in Aschgabat ein Energiepartnerschaftsabkommen.

Seit Anfang April ist Judisch CEO von RWE Supply & Trading, der RWE-Tochter, die für die Energiebeschaffung und den Energiehandel zuständig ist. Bislang war er als CCO die „Nummer zwei“ des RWE-Tochterunternehmens.

Mit Nabucco verantwortet Judisch ein zentrales Projekt in der deutschen Gasbeschaffungskette der kommenden Jahrzehnte. Nabucco soll der Prognose eines wachsenden Erdgasbedarfs Rechnung tragen und zugleich die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas reduzieren.

Die Pipeline soll ab 2014 Gas aus Zentralasien über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis nach Österreich führen. Allerdings ist das Projekt noch nicht komplett auf der sicheren Seite. Wenn die beteiligten Staaten am 7. Mai wie geplant eine der nächsten entscheidenden Vereinbarungen unterzeichnen, ist Judisch wieder einen deutlichen Schritt vorangekommen – aber noch nicht am Ziel. Der RWE-Manager wird weiter kämpfen müssen.

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