RWE
Neuer Streit um Macht im RWE-Aufsichtsrat

Bei RWE zeichnet sich ein neuer Streit um die Machtverteilung im Aufsichtsrat ab. Die scheidenden Oberbürgermeister von Dortmund, Gerhard Langemeyer (SPD), und Essen, Wolfgang Reiniger (CDU), wollen ihre Sitze im Kontrollgremium behalten.

DÜSSELDORF. Langemeyer und Reiniger pochen darauf, dass es sich um persönliche Mandate handelt und sie von der Hauptversammlung bis 2011 gewählt sind. Ein entsprechender Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) wurde gestern in beiden Städten bestätigt.

Langemeyer und Reiniger sind zwar im Recht. Die Entscheidungsfindung im ohnehin komplexen RWE-Aufsichtsrat wird dadurch aber noch schwieriger. Schon jetzt hat der Energiekonzern eines der kompliziertesten Kontrollorgane der Dax-Konzerne. Neben sechs Vertretern der eigentlichen Kapitalseite sitzen dort auch vier Vertreter der kommunalen Aktionäre, die noch rund ein knappes Viertel der Aktien halten. Gleichzeitig üben zwei starke Gewerkschaften, die IG BCE und Verdi, ihren Einfluss aus. Immer wieder - vor allem bei Standortentscheidungen - blockieren sie die Pläne des Vorstandes, und es kommt zum Streit.

Jetzt haben zwei der kommunalen Vertreter kein Bürgermeisteramt mehr. Zudem sitzt zum Unmut einiger Aufsichtsräte auch noch der ehemalige Vorsitzende Thomas Fischer, der die Leitung im Frühjahr niederlegte und an Ex-Bayer-Chef Manfred Schneider übergab, in dem Gremium.

"Ich bin nicht von der Stadt entsandt, sondern von der Hauptversammlung bis 2011 gewählt worden und werde so lange bleiben", sagte Langemeyer dem Handelsblatt. Er sieht darin auch kein Problem: "Ich verhalte mich wie jedes andere Mitglied des Aufsichtsrats auch."

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