Saab-Kontrolle durch GM wird gestärkt
Saab-Chef Augustsson tritt zurück

Der schwedische Autobauer Saab wird an eine noch kürzere Leine vom Mutterkonzern General Motors (GM) genommen.

hst STOCKHOLM. Nachdem Peter Augustsson am Vormittag seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender von Saab angekündigt hat, übernimmt die Kontrolle beim Autohersteller der Europa-Chef von GM, Carl-Peter Forster. Geschäftsführender Direktor bei Saab wird der Schwede Jan-Åke Jonsson. Der Stabwechsel soll zum 1. April dieses Jahres erfolgen.

Der 50-jährige Augustsson reagiert mit seinem Rücktritt auf die Entscheidung von GM, das nächste Mittelklasse-Modell des Opel Vectra und des Saab 9-3 von 2008 an in Rüsselsheim und nicht im Saab-Werk in Trollhättan zu produzieren.

"Augustsson hatte kaum mehr etwas zu sagen und agierte zuletzt eher als Platzchef in Trollhättan", meint Schwedens angesehenster Automobil-Analyst Christer Karlsson. Augustsson will sich selbstständig machen. Er war seit 1998 zunächst als stellvertretender, ab 2000 als Chef von Saab tätig.

Saab ist seit dem GM-Einstieg 1990 das Sorgenkind des US-Konzerns. Mit Ausnahme von zwei Jahren hat die kleine schwedische Edelmarke nur Verluste produziert. Ein Grund ist nach Ansicht von Experten die zu kleine Produktpalette mit nur zwei Modellen. GM will das jetzt ändern und kündigte vergangene Woche mehrere neue Saab-Modelle für die kommenden Jahre an. In Trollhättan werden künftig der Saab 9-5, der neue Saab 9-3 Kombi sowie der Cadillac BLS produziert. GM untersucht derzeit Möglichkeiten weitere Modelle in Trollhättan zu bauen, um die Kapazitäten der Fabrik besser auszunutzen zu können.

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