SachsenLB
Robuster Vorkämpfer für den Osten

Der Vorstandsvorsitzende der Sachsen-Finanzgruppe, Joachim Hoof, übernimmt ab September vorübergehend den Vorstandsvorsitz Landesbank und löst damit den bisherigen Vorstandschef Herbert Süß ab. Er habe die Aufgabe bei der SachsenLB aus Verantwortung und Respekt gegenüber den Sparkassen und Kommunen übernommen, heißt es aus seinem Umfeld.

BERLIN. Wer Joachim Hoof sieht, weiß, dass der Mann was wegstecken kann. Und diese Fähigkeit wird der robuste 49-jährige Vorstandsvorsitzende der Sachsen-Finanzgruppe (SFG) in diesen turbulenten Tagen auch brauchen. Denn er wurde von den Anteilseignern der SachsenLB, der SFG und dem Freistaat, gebeten, ab Mitte September vorübergehend den Vorstandsvorsitz Landesbank zu übernehmen – bis der Verkauf an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) abgeschlossen ist. Drei Vorstandsmitglieder der SachsenLB sind abberufen worden, der bisherige Vorstandschef Herbert Süß stellt sein Amt zur Verfügung.

Die SFG, eine Finanzholding von acht sächsischen Sparkassen, und der Freistaat Sachsen haben kürzlich ihre Anteile an der SachsenLB treuhänderisch der LBBW übergeben. Bis zum Jahreswechsel soll die Bewertung der SachsenLB abgeschlossen sein und die Übernahme offiziell erfolgen.

Zwar übt Hoof in der Zwischenzeit weiterhin sein Amt als SFG-Vorstandschef aus, doch seinen Vorstandsvorsitz bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden lässt er ruhen. Der gebürtige Remscheider und Vater von vier Kindern ist ein Sparkässler durch und durch. Kurz nach der Wende stellte er seine Expertise den sächsischen Sparkassen zur Verfügung. In verschiedenen Vorstandsfunktionen bei Vorgängerinstituten trug er maßgeblich dazu bei, dass die Ostsächsische Sparkasse durch Fusionen zur größten ostdeutschen Sparkasse aufstieg. Im Jahr 2005 übernahm Hoof als damaliger Vize den Chefposten der Ostsächsischen Sparkasse – sein Vorgänger war übrigens Süß.

Er werde definitiv zur Ostsächsischen Sparkasse Dresden zurückkehren. Da kann er sich dann wieder seinem Lieblingsthema widmen: wie Sparkassen in Osteuropa Fuß fassen können. „Wir sollten den Mut haben, Denkbarrieren zu überwinden und eingetretene Pfade zu verlassen“, wirbt Hoof. Die LBBW hat er überzeugt. Die SachsenLB soll im neuen Konzern zu einem „Kompetenzzentrum“ für Osteuropa werden.

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