Saisongeschäft
Fahnenfabrik Dommer surft auf der Fußball-Welle

Ein Stuttgarter Mittelständler macht während der Fußball-WM das Geschäft seines Lebens. Denn die Fahnenfabrik Dommer produziert die gegenwärtig beliebtesten Gimmicks Deutschlands: Nationalfahnen für die schönste Nebensache der Welt.

HB HAMBURG/STUTTGART. Die Branche der Fahnenproduzenten kennt derzeit nur Begeisterung: So berichtet der Inhaber der Fahnenfabrik Dommer in Stuttgart, Manfred Kroneberg, der Umsatz habe sich gegenüber 2002 verzehnfacht.

Kroneberg sagte, allein in den letzten vier Wochen habe sein Unternehmen mehr als 100 000 Fahnen verkauft. "Unsere 45 Mitarbeiter sind von morgens bis abends mit Produktion und Vertrieb beschäftigt." Mit einem derartigen Boom habe er nicht gerechnet. "Wir verkaufen alles: von der Tischdeko bis zur großen Fahne für den Mast." Gefragt sei nicht nur die deutsche Flagge: Auch die Farben Brasiliens, Italiens und Kroatien gingen gut, sogar die eher exotischen Fahnen Togos und Angolas seien gefragt.

Der reißende Absatz von Fahnen zur Fußball-WM führt bei vielen Händlern zu Nachschubproblemen. Vor allem bei den neuerdings so begehrten Autowimpeln drohe eine Engpass. Der Grund sei, dass die Wimpel nur selten in Deutschland hergestellt würden, sondern meist aus China kämen.

Laut "Spiegel" waren etwa bei der Kölner Firma Fernost Importe Geiss (FIG) 100 000 der Polyesterfähnchen mit Plastikstiel innerhalb weniger Tage vergriffen. Auch die bei fünf anderen Importeuren nachgeorderten Exemplare seien schnell ausverkauft gewesen.

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