Sanierer
Ericsson-Chef Svanberg geht zu BP

Carl Henrik Svanberg ist am Jahresende nicht mehr Chef des schwedischen Telekonzerns Ericsson. Der 57-Jährige wechselt zu BP und wird dort Aufsichtsratsvorsitzender. Das britische Energieunternehmen freut sich auf einen gekonnten Sanierer.

HB STOCKHOLM. Der bisherige Chef des schwedischen Telekonzerns Ericsson, Carl Henrik Svanberg (57), wechselt auf den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden beim britischen Energieunternehmen BP. Wie Ericsson mitteilte, wird Svanberg in der Stockholmer Konzernzentrale zum Jahreswechsel vom bisherigen Finanzchef Hans Vestberg (44) abgelöst.

Svanberg kam 2003 als „Sanierer“ zu Ericsson, als das Unternehmen hohe Verluste im Handygeschäft erwirtschaftete. Unter seiner Führung wurde die Zahl der Mitarbeiter massiv reduziert, die Handysparte in eine gemeinsame Tochter mit Sony ausgelagert und Ericsson mit erneut hohen Gewinnmargen zum weltweit größten Ausrüster für Mobilfunksysteme ausgebaut. Während Sony Ericsson als gemeinsame Handy-Tochter mit dem japanischen Elektronikkonzern Sony in die Verlustzone rutschte, gilt Ericssons Geschäft mit Mobilfunksystemen bisher als vergleichsweise krisenfest.

Vestberg erklärte, er werde an der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Svanberg entwickelten Unternehmensstrategie festhalten. Der neue Konzernchef erhält ein festes Gehalt von jährlich 10,5 Mio. Kronen (950 000 Euro) und damit deutlich weniger als Svanberg mit zuletzt 15,9 Mio. Kronen. Hinzukommen kann ein „flexibler Gehaltsanteil“ von bis zu 80 Prozent des Festgehalts.

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