Die USA drängen nicht-amerikanische Unternehmen zum Ende von Geschäftsbeziehungen mit Iran. Ein Großauftrag von Airbus könnte gefährdet sein.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @Herr Hans Klahrin: wann hat sich der mit der größten Armee der Welt jemals an Verträge gehalten? Die USA noch nie, höchsten wenn sie gut dran verdienen. So wie jetzt das Abkommen mit dem Iran würde auch ein Handelsabkommen laufen. So lange es den USA nützt, hält man sich dran-wenn nicht interessiert es nicht weiter. Niemand mit dem man Verträge schließen sollte.

  • Schön für Putin, jetzt kann auch er Flugzeuge verkaufen und die Ölpreise steigen auch. Übrigens auch für die amerikanischen Fracking-Unternehmen, die jetzt richtig Geld verdienen. Trump sorgt gut für die seinen. Und die Deutschen bezahlen den Spaß. Und dann sorgen noch die Polen dafür, dass wir von amerikanischem Öl und Gas noch mehr abhängig werden indem sie Nordstream 2 verrecken lassen. Und die Bundesregierung spielt auch da mit. Hatte die Kanzlerin den Amtseid geschworen, Schaden vom US-amerikanischen Volk abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren?

  • Wenn es um Geld geht, wird alles andere – im Zweifelsfall auch der Weltfrieden – zur Nebensache.


  • Was geht uns Airbus an?

    Die haben ihren Firmensitz heimlich, still und leise in die Niederlande verlegt, um die hohen, deutschen Unternehmenssteuern zu umgehen.

  • Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich.
    Da canceln die USA einen internationalen Vertrag ohne einen Vertragsverstoß seitens des Iran. Im Gegenteil...alle Instanzen bestätigen, dass die Regeln eingehalten werden.
    Dann setzt Trump alle ursprünglichen Sanktionen wieder ein. Von mir aus soll er das ja auch für US Unternehmen tun. Aber dann die eigene Machtpolitische Stellung zu nutzen und wieder zu sagen, dass jedes Unternehmen weltweit sich dann entscheiden muss, ob es mit den USA Geschäfte macht oder Iran. Das stellt die ganzen internationalen Regeln auf den Kopf. Kann nicht ein Unternehmen wie Airbus aufgrund des Regelbruchs der USA ohne rechtliche Grundlage den Amerikanischen Staat auf Schadenersatz verklagen? Ist doch unklar, dass man Regeln brechen kann und nichts befürchten muss.

  • Da müssten eigentlich sofort nach anlaufen der Sanktionen Schadensersatzansprüche gegenüber den USA geltend gemacht werden.

  • @ H. Nold,

    absolut richtig. Diese Miesere haben wir nicht erst seit Mr. Trump.

    Nur, jahrzehntelang wollte kein deutscher oder europäischer Politiker dieses sehen.

    Natürlich müssen unsere Kontakte nach Russland und Asien ausgebaut werden
    .
    Den letzten Krieg auf amerik. Boden war der amerik. Bürgerkrieg.
    Alle anderen Kriege, die die USA zu verantworten haben, fanden im asiatischen, afrikanischen oder europäischen Boden statt.

    Alle weltpolitischen Wirtschaftskrisen kamen aus Amerika!

    Amerika at first hatte schon i m m e r Gültigkeit; und zwar seit bestehen der USA:

    Wer nicht dumm war, hat es schon immer erkannt.
    the stupid german

  • @Stefan Nold:
    Da kann man nur jedem Satz beipflichten.
    Es wäre nur alles einfacher (und die USA würde es vielleicht ernster nehmen), wenn die EU geschlossen aufträte. Aber derzeit sieht es eher nach Zerfall aus (Brexit, polnische und ungarische Sonderwege, Italien im Dauer-Chaos ohne Regierung etc.). Mit Kleinstaaterei wird aber weder China, noch Russland oder den USA beizukommen sein.

  • Die wichtigste Voraussetzung für ein Geschäft ist Zuverlässigkeit. Das wusste sogar die Sowjetunion. Egal wie kalt der Krieg damals war, an Vereinbarungen haben sie sich immer gehalten. Was sind die USA? Eine gewaltige Kriegsmaschine, die von China bezahlt wird. Ein Land mit großen Problemen wie Heroinsucht, Kriminalität und einer erodienden Mittelschicht. Wir sollten uns langsam aber sicher von den USA lösen und uns in Übersee anderen Ländern zuwenden, besonders in Asien. Das hat nichts mit Ideologie zu tun sondern mit einer nüchternen Einschätzung der Zukunftsaussichten. Ohne großes Trara. Wir sollten auf die Forderungen der USA nach einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben nicht eingehen. Wir sollten die Abhängigkeit von amerikanischen Produkten kontinuierlich reduzieren. Man fängt damit an, Linux statt Microsoft einzusetzen. Bei Airbus kann man so schnell die US-amerikanischen Teile nicht ersetzen, die Genehmigungen dauern lange, aber eines ist klar: Für jeden Player der sich selbst aus dem Spiel nimmt, stehen 3 andere in den Startlöchern und deswegen wird es, wenn wir das wollen, in absehbarer Zeit auch Airbus-Maschinen ohne die erforderlichen amerikanischen Exportlizenzen geben. Im Grunde ist jedes US-amerikanische Produkt ist ein Risikoprodukt, das aufgrund von irgendwelchen Sanktionen von heute auf morgen nicht mehr verfügbar sein kann. Die Beschaffungspolitik müsste so aussehen, dass für jedes US-Produkt eine Second Source außerhalb der USA gesucht wird. Welchen irrsinnigen Schaden Trump langfristig für die US-Wirtschaft anrichtet, machen sich viele US-Bürger überhaupt nicht klar, aber, sorry, das ist nicht unser Problem. Auf gar keinen Fall dürfen wir uns von den USA vorschreiben lassen, mit wem wir Handel zu treiben haben.

  • Unter diesem Trump entsteht wohl die grösste Tyrannei auf Erden. Hoffen wir einfach , dass er wenigstens noch mit seinen Puffbesuchen klarkommt.

Mehr zu: Sanktionen - US-Regierung widerruft Exportlizenzen – Airbus hat ein Iran-Problem

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%