Santander
Haftstrafe für Chef der größten Bank in der Euro-Zone

Vor einem Monat wurde die spanische Großbank Santander zur "Global Bank of the Year" gekürt. Jetzt ist der Chef der größten Bank der Euro-Zone, Alfredo Saenz, zu einer Haftstrafe von sechs Monaten und einem Tag verurteilt worden.
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HB MADRID. Damit bestrafte das spanische Gericht den renommierten Banker für eine Falschaussage während seiner Zeit an der Spitze der spanischen Bank Banesto, die Ende 1993 von der Notenbank vor dem Zusammenbruch bewahrt und dann Anfang 1994 von Santander übernommen wurde. Saenz muss nicht ins Gefängnis, da er nicht vorbestraft ist und die Haftstrafe unter der entsprechenden Grenze von zwei Jahren blieb.

Gemeinsam mit dem Spitzenbanker verurteilte das Gericht am Montag den ehemaligen Banesto-Regionalchef für Katalonien und die Balearen, Miguel Angel Calama, sowie den Rechtsanwalt Rafael Jimenez de Parga. Beide erhielten gleichfalls sechs Monate und einen Tag. Banesto will in Berufung gehen.

Dem Urteil zufolge machte Saenz eine Falschaussage, als er behauptete, Banesto stünden rund 3,6 Mio. Euro von den Aktionären einer anderen Firma zu. Einem der betroffenen Aktionäre müssen die drei Verurteilten nun jeweils 100 000 Euro Entschädigung zahlen. Er war wegen der Aussage in Gewahrsam genommen worden.

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