Schadenersatz-Prozess: Kirch verliert gegen Deutsche Bank

Schadenersatz-Prozess
Kirch verliert gegen Deutsche Bank

Seit Jahren klagt Leo Kirch gegen die Deutsche Bank. Heute hat der Medienunternehmer im jahrelangen Schadenersatzstreit eine weitere Niederlage erlitten. Doch vorbei ist es damit noch lange nicht.
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MünchenLeo Kirch hat gut acht Jahre nach der Pleite seines Medienimperiums im Schadenersatzstreit mit der Deutschen Bank eine weitere Niederlage erlitten. Das Landgericht München I wies am Dienstag eine milliardenschwere Schadenersatzforderung zurück und wies die entsprechende Klage damit in allen Punkten ab.

Der Medienunternehmer wollte vor der 33. Zivilkammer einmal mehr seine Ansprüche gegen das Geldhaus durchsetzen (AZ: 33.09550/07) und verlangte Schadenersatz von rund 1,3 Milliarden Euro. Kirchs Anwälte wollen gegen das Urteil vorgehen. Der Streit dürfte weitergehen.

Kirch macht den früheren Bank-Chef Rolf Breuer für die Insolvenz verantwortlich. Breuer hatte wenige Monate vor der Pleite der Kirch-Gruppe 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit Kirchs angezweifelt.

Der Bundesgerichtshof hatte 2006 festgestellt, dass Kirch grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz zustehen könnte - aber nur bei der Printbeteiligungs GmbH, in der Kirch seinen Anteil am Springer-Konzern gebündelt hatte. Das Gericht gelangte nun zur der Überzeugung, dass der Printbeteiligungs GmbH kein Schaden entstanden sei. Weder Breuer noch Kirch waren zu der Verhandlung gekommen.

In einer weiteren Auflage könnten Kirch und Breuer voraussichtlich an diesem Freitag im Oberlandesgericht erstmals vor Gericht aufeinander treffen. Dort geht es um die Schadenersatzforderungen der Kirch-Firma KGL Pool, in der 17 Töchter gebündelt sind. In erster Instanz hatte das Gericht verneint, dass die KGL Pool Vertragsbeziehungen zur Bank unterhielt und Schadenersatz abgelehnt.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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