Schadenersatzklage
Aktionäre unterliegen gegen EM.TV

Zwei EM.TV-Aktionäre sind vor dem Oberlandesgericht München auch in der Berufungsverhandlung mit einer Schadenersatzklage gegen das Unternehmen und gegen EM.TV-Gründer Thomas Haffa gescheitert. Eine Gerichtssprecherin bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Mitteilung von EM.TV.

dpa MüNCHEN. Die Kläger hätten nicht beweisen können, dass sie sich auf Grund von Ad-Hoc- Mitteilungen aus den Jahren 1999 und 2000 zum Kauf von Aktien der früheren EM.TV & Merchandising AG entschieden hätten (Aktenzeichen: 18 U 2 605/05 und 18 W 1 709/05). Daher sei das entsprechende Urteil des Landgerichts München I nun rechtskräftig.

Die Klage umfasste ursprünglich fünf Kläger, zwei gingen nach Angaben des Gerichts in Berufung gegangen. Weitere Klagen lägen vor und jeder Einzelfall müsse genau geprüft werden.

Aus Sicht von EM.TV bestätigt das Urteil, dass es Aktionären auch nach einem im Mai dieses Jahres verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofes in der Regel nicht gelinge, einen angeblichen Anspruch auf Schadenersatz zu beweisen und durchzusetzen. Bisher seien mehr als 100 Klagen gegen EM.TV eingereicht worden. Sämtliche Urteile seien zugunsten des Unternehmens ergangen.

Allerdings war erst kürzlich eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt bekannt geworden, wonach EM.TV-Gründer Haffa einem geprellten Anleger 10 000 Euro Schadenersatz zahlen muss. Diese Entscheidung, die nach Einschätzung des Gerichts Signalwirkung haben wird, ist bereits rechtskräftig.

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