Schadensersatz
Fluggesellschaft muss für Verbrühung zahlen

Schmerzensgeld und Schadensersatz muss eine ägyptische Fluggesellschaft zahlen, weil eine Stewardess Kaffee verschüttete und eine Passagierin sich dabei verbrühte.

Der Kaffee, den eine Pauschalurlauberin auf dem Flug von Frankfurt nach Hurghada in Ägypten bestellt hatte, tat weh: Die Stewardess schüttete das heiße Gebräu über Bauch und Beine der Frau, die Folge waren Verbrennungen zweiten Grades. Dafür verlangte sie von der Fluggesellschaft 3 000 Euro Schmerzensgeld und 1 500 Euro Schadensersatz, weil sie den Urlaub nicht genießen konnte. Das Unternehmen sei für den Unfall verantwortlich, denn auf dem Serviertablett habe nicht wie vorgeschrieben ein "rutschfestes Tuch" gelegen.

Das Landgericht Frankfurt gab der Frau teilweise Recht (2-01 S 182/01). Da es sich um eine ägyptische Fluglinie handele, gelte ägyptisches Recht, konstatierten die Richter. Demnach müsse die Gesellschaft für die Ungeschicklichkeit der Stewardess gerade stehen. 1 000 Euro Schmerzensgeld plus 500 Euro Schadensersatz seien aber genug.

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