Schaeffler
Cordes will als Aufseher zurücktreten

Das Personal-Chaos bei Schaeffler geht weiter: Eckhard Cordes will von seinem Aufseher-Amt beim Autozulieferer zurücktreten. Der Grund: Der Ex-Metro-Chef ist unzufrieden mit seiner Rolle bei der Rosenfeld-Personalie.
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HamburgDie überraschende Volte an der Unternehmensspitze von Schaeffler zieht einem Zeitungsbericht auch Veränderungen im Aufsichtsrat nach sich. Eckhard Cordes werde sein Amt als Aufseher des fränkischen Autozulieferers niederlegen, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise vorab aus ihrer Samstagausgabe. Der frühere Metro-Chef soll unzufrieden mit der Einbindung des Kontrollgremiums in die jüngste Personalentscheidung sein. Von Schaeffler war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Familiengesellschafter hatten am Mittwoch überraschend bekanntgegeben, doch nicht den Knorr-Bremse-Manager Klaus Deller zum Vorstandschef zu machen, sondern Klaus Rosenfeld, der dieses Amt eigentlich nur vorübergehend führen sollte.

Zu den Gründen des Sinneswandels schwiegen die Alleingesellschafter Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg. Schaeffler hatte zuvor monatelang um Deller gebuhlt, der 52-Jährige kam bei Knorr nur mühsam aus seinem bisherigen Vertrag. Zu dem Münchner Bremsenhersteller kann Deller nun nicht zurück, dort hat sein Nachfolger Hinrich Woebcken bereits das Sagen.

In einem Gesellschafterbrief, aus dem die Welt zitierte, schrieben Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler: „Aufgrund der Leistung des Vorstands seit dem Führungswechsel und seiner hohen Akzeptanz im Unternehmen sehen wir es als Pflicht, die Entscheidung vom Februar zu überprüfen.“ Schaeffler werde nun einen neuen Finanzvorstand suchen müssen. Rosenfeld solle nicht dauerhaft neben seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender auch Finanzchef des Auto- und Industriezulieferers bleiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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