Schneider muss zurückzahlen
Vertragsrücktritt wenn der Maßanzug kneift

Ist ein Maßanzug nicht passgenau geschnitten, berechtigt dies den Kunden zum Rücktritt aus dem Vertrag. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Donnerstag bekannt gewordenen Urteil entschieden.

HB FRANKFURT/M. Die Richter verurteilten damit einen Schneider, 700 Euro Vorauszahlung an den Kunden zurück zu zahlen (Az: 32 C 87/06-90).

Der Kunde hatte den karierten Anzug für rund 2 200 Euro bei dem Schneider in Auftrag gegeben und anmessen lassen. Bei mehreren Proben zwickte das Jackett unter anderem an den Achseln und zeigte dadurch am Rücken eine schräge Falte, während die Hose am Gesäß zu weit war.

Diese Mängel konnte der Schneider auch nach mehreren Reklamationen nicht beheben. Laut Urteil sind derartige Passungenauigkeiten als "Sachmangel" anzusehen, der den Kunden zum Rücktritt aus dem Herstellungsvertrag berechtige. Gerade bei individuell anzufertigenden Maßanzügen müsse der Schnitt schließlich genauestens den körperlichen Gegebenheiten des Kunden angepasst sein, meinte das Gericht.

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