Schon Vorgänger Ulrich Schumacher scheiterte am dringend notwendigen Umbau des Chipherstellers
Neuer Infineon-Chef vor schwerem Start

Wolfgang Ziebart ist schon auf dem Sprung. Am 1. September tritt der 54-Jährige seine Stelle als neuer Infineon-Chef an. Der Ingenieur, der vom Autozulieferer Continental kommt, steht von Anfang an mächtig unter Druck.

MÜNCHEN. Die größte Herausforderung sei es, den Münchener Chiphersteller „profitabel und global an die Spitze des Fortschritts im Halbleitergeschäft“ zu bringen, sagte Interims-Chef Max Dietrich Kley dem Handelsblatt.

Das wird nicht einfach, denn Infineon ist zwar nach Ansicht von Branchenbeobachtern technologisch gut unterwegs. Unter den weltgrößten Chipherstellern liegt die Firma aber nur auf Rang fünf. Zudem hat das Unternehmen in den vergangenen drei Jahren Verluste von mehr als zwei Mrd. Euro angehäuft und musste im letzten Quartal trotz des rasanten Aufschwungs in der Halbleiterindustrie rote Zahlen hinnehmen. Viele Wettbewerber dagegen fahren inzwischen wieder satte Gewinne ein.

Insider sind davon überzeugt, dass Infineon mit der derzeitigen Struktur auf Dauer die erforderlichen Gewinne nicht erzielen kann. „Infineon tanzt auf zwei Hochzeiten, hat aber eigentlich nur Kraft für anderthalb“, klagt Dieter Scheitor, der für die Gewerkschaft IG Metall im Aufsichtsrat des Münchener Konzerns sitzt.

Der einstige Siemens-Ableger ist einerseits im stark schwankenden und sehr kapitalintensiven Speicherchipgeschäft (Drams) tätig. Andererseits mischt er im Logik-Geschäft, also der Entwicklung und Produktion von Halbleitern für Industrie, Autos und Telekommunikation mit.

Seite 1:

Neuer Infineon-Chef vor schwerem Start

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%