Seine Stärke ist die Erfahrung im Auslandsgeschäft
Mitsubishis letzte Hoffnung

Zwei Männer sollen Mitsubishi retten: Hideyasu Tagaya ist einer von ihnen – doch viele zweifeln, ob er der Richtige ist.

TOKIO. Adleraugen könnten nicht härter schauen. Stetig und unablässig geht der Blick von Hideyasu Tagaya unter den dichten, schrägen Augenbrauen geradeaus.

Zum ersten Mal sitzt er mit seinen Vorstandskollegen auf dem Podium vor der Presse. Und man sieht ihm an: Blitzlichtgewitter und die bohrenden Fragen der Journalisten, das ist nicht seine Welt, fast läuft er nach der letzten Verbeugung aus dem Saal hinaus, der 56 Jahre alte Manager mit dem strengen Seitenscheitel, den nur die Krise bei Japans Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) und der Rückzug von Daimler-Chrysler an die Unternehmensspitze gespült haben.

Heute werden die enttäuschten MMC-Aktionäre die Berufung von Tagaya als Präsident und Chief Operating Officer absegnen. Tagaya ist auserkoren, gemeinsam mit dem seit wenigen Monaten amtierenden Yoichiro Okazaki den defizitären und hoch verschuldeten Autobauer vor dem Untergang zu retten.

Doch Okazaki, der fast 40 Jahre beim Maschinenbauer Mitsubishi Heavy gearbeitet hat, fehlt die direkte Erfahrung in der Autobranche. Diese Fachkenntnisse bringt Tagaya mit, der sein gesamtes Berufsleben bei MMC verbracht hat. Okazaki bleibt weiter Chairman und Chief Executive Officer. Er kümmert sich um Management und Firmenkontrolle – ein Topthema nach der jahrelangen Vertuschung von Qualitätsmängeln. Tagaya wird das operative Geschäft unter sich haben.

Die Berufung des Familienvaters von zwei Kindern war intern nicht unumstritten. „Wie soll ein MMC-Gewächs den wichtigen Bruch mit der Vergangenheit bewerkstelligen?“ fragten zweifelnd die Kritiker. Sie hätten einen Präsidenten von außen bevorzugt.

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