Seit Anfang August steht Windhorst AG unter vorläufiger Insolvenzverwaltung
Windhorst-Gläubiger gehen vermutlich leer aus

In der Finanzkrise des einstigen Wirtschafts- „Wunderkinds“ Lars Windhorst hat die Justiz eines von drei Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt.

HB BERLIN. Das Vermögen der Windhorst Capital Holding GmbH reiche nicht aus, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken, sagte der Richter am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Guido Siebrecht, am Freitag der dpa. Damit müssen die Gläubiger vermutlich ewig auf ihr Geld warten. Das Gericht bestätigte damit einen Bericht des Bielefelder „Westfalen-Blattes“.

Der heute 27-jährige Windhorst hatte in den 90er Jahren für Aufsehen gesorgt. Als 16-Jähriger gründete er ein Unternehmen für Compterzubehör. Daraus wurde schnell ein weit verzweigter Konzern mit rund 90 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) lobte Windhorst als „Wunderkind“ und nahm ihn ins Ausland mit. In den vergangenen Jahren hatte Windhorst jedoch nur noch Negativ-Schlagzeilen gemacht. Der Unternehmer war am Freitag selbst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bereits im Mai vergangenen Jahres musste er als Privatmann einen Offenbarungseid ablegen. Später meldete er für seine Capital Holding und zwei weitere Unternehmen Insolvenz an. Das Verfahren gegen die AEMA Trading GmbH (früher: Windhorst Electronics GmbH) wurde Ende Juli diesen Jahres eröffnet. Seit Anfang August steht die Windhorst AG zur Sicherung von Forderungen unter vorläufiger Insolvenzverwaltung.

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