Sergio Marchionne
Fiat-Chef wird UBS-Aufseher

Der Verwaltungsrat der Schweizer Großbank UBS soll um ein bekanntes Mitglied ergänzt werden: Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne stellt sich bei der kommende Generalversammlung am 18. April zur Wahl. Die Schweiz kennt der 55-jährige Italo-Kanadier gut.

oli ZÜRICH. Marchionne war Konzernchef beim Verpackungs- und Chemiehersteller Alusuisse Lonza. Er führte außerdem den Genfer Warenkontroll- und Inspektionskonzern SGS. Dort beendete er seine operative Funktion, als er 2004 an die Spitze von Fiat wechselte.

In Italien gilt er inzwischen als Sanierer des einst angeschlagenen Autokonzerns. Marchionne lebt noch immer in der Schweiz und pendelt häufig von seinem Arbeitsplatz Turin ins gut zwei Stunden entfernte Blonay oberhalb Montreux. Marchionne dürfte sich mit seiner Wahl in das oberste Gremium der UBS zu einem der bestverdienenden Manager emporarbeiten: Bei Fiat verfügt er neben seinem Gehalt über ein Paket von Optionen, das schon heute 100 Mill. Euro wert sein dürfte. Die Mitglieder des Verwaltungsrats der UBS zählen ebenfalls zu den bestbezahlten Verwaltungsräten in der Schweiz.

In der UBS freut man sich über den Neuzugang: Marchionne habe sich bei verschiedenen global tätigen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen umfangreiche Führungserfahrung angeeignet, ließ Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel gestern ausrichten. Der Brite Sir Peter Davis wird aus Altersgründen aus dem Gremium ausscheiden.

Der prominente Neuzugang im Aufsichtsgremium kommt nach einigen prominenten Abgängen bei der US-Investmentbank der UBS in jüngster Zeit. Dort hatte vergangene Woche neben anderen Ken Moelis, der eine wichtige Rolle beim Aufbau des Investment-Bankings gespielt hat, aus „Unzufriedenheit mit der langsamen Entscheidungsfindung“ den Konzern verlassen.

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