Serie: Strategie Galerie (1)
Merger-Musterfall Siemens

Viele Studien belegen, dass jede zweite Unternehmenshochzeit eher Wert vernichtet, als neuen zu schaffen. Es geht jedoch auch anders, wie das Beispiel Siemens KWU und Westinghouse zeigt.

bab DÜSSELDORF. Viele Studien belegen, dass jede zweite Unternehmenshochzeit eher Wert vernichtet, als neuen zu schaffen. Ein Grund für die Bauchlandungen liegt in den Grabenkämpfen, die ausbrechen, sobald der Ehevertrag unterzeichnet ist. Es geht jedoch auch anders. Der Zusammenschluss von Siemens KWU mit dem US-Konzern Westinghouse zum weltweit zweitgrößten Hersteller von Kraftwerkstubinen gilt als Modellfall einer geglückten Fusion.

Die Gründe für diesen Merger leuchten ein: Siemens KWU ist Gesamtanlagenbauer von Kraftwerken, Westinghouse Komponentenlieferant und stark im Service. Siemens ist eher technisch getrieben, Westinghouse eher vom Markt, Siemens ist stark in Europa, Asien und Lateinamerika, Westinghouse in Nord- und Lateinamerika.

Diese Fusion ist auch so gelungen, weil der machtvollere Partner Siemens den schwächeren voll respektierte. Ein Personalaustausch sorgte für langfristiges Zusammenwachsen der Mitarbeiter, die beiden Führungsgremien wurden verschränkt. So blieben die Fähigkeiten beider Seiten erhalten, wurden gar gemehrt, da die Unternehmen voneinander lernen, und sich respektvoll begegnen.

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