Sicherungspflicht
Hausbesitzer muss nicht alles prüfen

Ein Schornsteinfeger ist jetzt mit einer Schadensersatzklage gegen einen Hausbesitzer gescheitert.

Ein Immobilieneigentümer in Brandenburg bekam Besuch vom Schornsteinfeger. Um die Heizungsanlage zu überprüfen, musste der aufs Dach und benutzte die vom Eigentümer bereitgestellte Stahlleiter. Kaum hatte er die vorletzte Sprosse erklommen und sein Fegewerkzeug aufs Dach gelegt, brach die rechte Halterung der Leiter ab, der Schornsteinfeger verlor das Gleichgewicht und stürzte samt Leiter zu Boden.

Er verklagte prompt den Hausbesitzer auf Schmerzensgeld und Schadensersatz, da die Leiter nicht in "verkehrssicherem Zustand" gewesen sei. Das Brandenburgische Oberlandesgericht wies die Klage jetzt ab (4 U 23/07). Da die Gefahr "nicht vorhersehbar" gewesen sei, könne dem Hausbesitzer keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. Es bestehe keine Verpflichtung, eine Leiter zu überprüfen, die 20 Jahre regelmäßig und problemlos benutzt wurde.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%