Siegfried Wolf Österreicher soll für Ruhe bei Conti sorgen

Kaum ist er bei Magna ausgeschieden, wird er hoffähig für andere Automobilzulieferer: Der frühere Magna-Vorstandschef Siegfried Wolf zieht in das Kontrollgremium der Continental AG ein. Der Österreicher sitzt bereits in vier Aufsichtsräten.
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Siegfried Wolf: Vor drei Wochen war der Österreicher erst bei Magna ausgeschieden. Quelle: Reuters

Siegfried Wolf: Vor drei Wochen war der Österreicher erst bei Magna ausgeschieden.

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WIEN/HAMBURG. Der 53-jährige Österreicher löst bei Conti den Rechtsanwalt Rolf Koerfer ab, der wegen seiner engen Verbindung zum Hauptaktionär Schaeffler unter Beschuss geraten war.

Siegfried Wolf ist erst vor drei Wochen bei Magna ausgeschieden. Jetzt arbeitet er für Russian Machines, das Auto- und Maschinenbaukonglomerat des Milliardärs Oleg Deripaska. Mit dem Rückzug des aus Österreich stammenden Magna-Gründers Frank Stronach ist die kanadische Seite des Konzerns deutlich aufgewertet worden, und für den österreichischen Vorstandschef war kein Platz mehr. Für seinen neuen Chef Deripaska soll er dafür sorgen, dass die russische Automobilindustrie ihre Verbindungen nach Westeuropa intensiviert.

Vor gut einem Jahr war Magna mit dem Versuch gescheitert, die GM-Tochter Opel zusammen mit dem Deripaska-Autohersteller Gaz zu übernehmen. Wolf sitzt bereits in vier Aufsichtsräten: bei der Strabag, Siemens Österreich, der österreichischen Staatsholding ÖIAG und dem Stromkonzern Verbund.

Mit Wolfs Wahl endet ein Machtkampf im Aufsichtsrat des drittgrößten Autozulieferers der Welt. Wolfs Vorgänger war Rolf Koerfer, Rechtsberater von Großaktionär Schaeffler. Mit seiner von vielen Aufsichtsräten als einseitig pro Schaeffler empfundenen Haltung sorgte er immer wieder für Kontroversen. Continentals Chefaufseher Wolfgang Reitzle, im Hauptberuf Chef des Dax-Konzerns Linde, hat nun Wolf im Einvernehmen mit der Familie Schaeffler als Koerfer-Nachfolger ausgewählt.

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